„Ein höheres Niveau – endlich“

Lesedauer: 3 Min
 Kai Krull besucht die Hochschule Albstadt-Sigmaringen für ein dreitägiges Praktikum.
Kai Krull besucht die Hochschule Albstadt-Sigmaringen für ein dreitägiges Praktikum. (Foto: Hochschule)
Schwäbische Zeitung

Ein besonders begabter Abiturient hat der Hochschule Albstadt-Sigmaringen im Mai für ein dreitägiges Forschungspraktikum einen Besuch abgestattet. Der 18-jährige Kai Krull aus Aalen hatte beim Landeswettbewerb von Jugend forscht für sein Projekt den gemeinsamen Sonderpreis von Hochschule, VDI und der Technologiewerkstatt Albstadt erhalten. Seine Idee: Durch die Kombination eigens angefertigter Elektronik und selbstgeschriebener Software entwickelte er ein Türsicherheitssystem, das Einbrecher nicht überlisten können. Auf Einladung der Hochschule bekam Kai Krull nun Einblicke in für ihn interessante Fachbereiche am Standort Albstadt und nahm an Vorlesungen und Praktika teil.

Schüler frischt im Praktikum Kenntnisse auf

„Im Vergleich zur Schule ist das Niveau an der Hochschule viel höher – endlich!“ Dieses Fazit zieht Kai Krull am Ende seines Aufenthalts. Besonders habe ihn das Thema IT-Security beeindruckt. „Das ist wirklich ein interessanter Teilbereich der Informatik“, sagt er. Im Rechnertechnik-Praktikum habe er seine Kenntnisse in der Microcontroller-Programmierung auffrischen können.

Seit seiner Kindheit eignet sich Kai Krull sein Fachwissen in den Bereichen Elektronik und Informatik überwiegend selbst an. „Zu Hause im Keller habe ich mir ein Labor eingerichtet, das zum Leidwesen meiner Eltern immer größer wird“, sagt er. Bereits als Achtjähriger interessierte er sich für Elektronik, „in der fünften Klasse habe ich dann mit Programmieren angefangen“. Doch beim Selbststudium schleichen sich auch immer mal wieder Fehler ein, sagt er. „Deshalb ist der fachliche Austausch für mich etwas Tolles.“

Die Idee, ein Türsicherheitssystem zu entwickeln, entstand aus der Not heraus. „Wenn ich an unserer Schule für Jugend forscht ins Techniklabor wollte, musste ich immer im Sekretariat den Schlüssel holen“, sagt Kai Krull. Am Ende programmierte er unter anderem einen Verschlüsselungsalgorithmus, der das unerwünschte Kopieren der eingesetzten Chipkarten für Nutzer unmöglich macht. „Zumindest konnte das bislang niemand knacken.“

Rückkehr zur Fakultät ist nicht ausgeschlossen

Grund genug für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, den 18-Jährigen mit ihrem Sonderpreis auszuzeichnen. Und wer weiß – vielleicht studiert Kai Krull ja irgendwann wirklich noch IT-Security oder Digitale Forensik in Albstadt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen