Doppelfest zum Hochzeitsjubiläum

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 Ulrich und Marianne Wesner feiern am Samstag Goldene Hochzeit. Der Strandkorb verbindet sie mit der früheren Heimat von Mariann
Ulrich und Marianne Wesner feiern am Samstag Goldene Hochzeit. Der Strandkorb verbindet sie mit der früheren Heimat von Marianne Wesner, Rechtsupweg in Norddeutschland. (Foto: Karl-Otto Gauggel)
Karl-Otto Gauggel

Gleich doppelten Anlass für eine große Feier gibt am Wochenende in Winterlingen: Zum einen feiern Marianne und Ulrich Wesner das Fest der Goldenen Hochzeit und zum andern blickt Sohn Stefan auf 25 Ehejahre zurück.

Kennengelernt hat sich das Paar im hohen Norden, als Ulrich Wesner, der Älteste von drei Geschwistern, während seiner Bundeswehrzeit als Flugzeugausrüstungsmeister mit Prüferlizenz in Rotenburg bei Bremen Dienst tat. Bei einem Besuch einer entfernten Verwandten seiner Mutter Viktoria in Norddeich, erzählt er, habe er beim Tanz mit Livemusik in dem kleinen Ort Rechtsupweg Marianne Wesner zum Tanz aufgefordert und dabei habe es sofort gefunkt. „Das war 1968 Liebe auf den ersten Blick“, schwärmt sie.

Ihre zarten Gefühle führten zunächst zu einer Fernbeziehung, da Ulrichs Bundeswehreinheit aus dem hohen Norden nach Friedrichshafen und später nach Laupheim verlegt wurde. Alle vier Wochen fuhr Ulrich am freien Wochenende mit seinem VW-Käfer die 1000 Kilometer einmal durch ganz Deutschland hinauf zu seiner Geliebten und wieder herunter, was mitunter sehr abenteuerlich verlaufen sei, erinnert er sich.

Wechsel für die Liebe in den Süden Deutschlands

Ein Glück war, dass Marianne als gelernte Einzelhandelskauffrau im Juli 1968 eine Stelle bei einem Juwelier in Sigmaringen fand, wo sie dann die Alb und auch die Mentalität der Schwaben kennenlernen konnte. Bald schon begannen die beiden mit dem Bau ihres Eigenheims in Winterlingen, wobei Ulrich Wesner als Elektromeister den gesamten Innenausbau in Eigenleistung stemmte. Am 16. August 1969 wurde dann in der St. Mauritiuskirche in Harthausen geheiratet.

Das Paar ist stolz auf seine drei Kinder. Nach einer längeren Auszeit zur Betreuung des Nachwuchses nahm Marianne Wesner in ihrem alten Betrieb in Sigmaringen wieder ihre berufliche Arbeit auf, während ihr Ehemann nach der achtjährigen Bundeswehrzeit als selbständiger Elektriker arbeitete.

Vor neun Jahren gingen beide in den Ruhestand und haben seither mehr Zeit für ihre besonderen Hobbys. Die Malerei war von Anfang an bis heute ein wichtiges Band für die harmonische Beziehung, sagen beide, und schon einige Male konnte Marianne Wesner ihre Werke im Rahmen des inzwischen aufgelösten Kunst- und Kulturkreises der Gemeinde Winterlingen ausstellen. Hinzu kommt bei Ulrich Wesner sein großes Interesse für Technik von Kindesbeinen an und so schraubt der Tüftler mit unendlicher Geduld und dem dazu notwendigen Können seit Jahrzehnten an historischen Schiffs- und Flugzeugmodellen, die er als Hobby im Maßstab originalgetreu nachbaut.

Interesse an Kulturen, Geschichte und Reisen verbindet

Beide verbindet zudem ihr Interesse an der Geschichte und alten Kulturen, welches sie inzwischen schon nach Ägypten, Jordanien, Kreta oder Griechenland geführt hat. Die Reiseliste ist aber noch beträchtlich länger und so wünschen sie sich, wie beide versichern, in den nächsten Jahren noch weitere Länder erkunden zu können. Auch der bis ins Detail geplante und wunderschön angelegte Garten neben dem Haus sei für sie ein Lieblingsplatz und Heimat geworden, in dem für beide die Arbeit nicht ausgehe.

Gefeiert wird am Samstag mit den Kindern und den fünf Enkeln. Das Ehepaar freut sich auf das große Fest mit vielen Verwandten und Freunden aus ganz Deutschland.

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