Die Zunftmeister tanzen mit Schwimmflossen zu „Riverdance“

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 Die tanzenden Zunftmeister können bei ihrem Auftritt trotz Schwimmflossen erstaunlich gut das Gleichgewicht halten.
Die tanzenden Zunftmeister können bei ihrem Auftritt trotz Schwimmflossen erstaunlich gut das Gleichgewicht halten. (Foto: Fotos: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Ein Ort im närrischen Ausnahmezustand, so würde die treffende Überschrift für das große Narrenringtreffen richtigerweise lauten. Ab Freitagabend drehte sich alles in Harthausen um die Fasnet, und der Ringabend am Samstagabend war ein absoluter Höhepunkt des närrischen Wochenendes.

Gleich zu Beginn des Abends, der mit einem kurzweiligen Programm nicht unnötig in die Länge gezogen wurde, schaffte es die Guggenmusik der gastgebenden Vetterzunft unter der Leitung von Stefan Klopfer, die Gäste mit schwungvoller Musik von den Bänken zu reißen und für Schwung zu sorgen. Harthausens Zunftmeister Tobias Nolle blickte in seiner Ansprache kurz auf die vergangenen 18 Monate der Vorbereitungszeit zurück und bedankte sich bei den unzähligen Helfern, die getreu dem Fasnetsmotto „Vetter-Fasnet-Vollgas“ unermüdlich Vollgas gegeben hätten.

Bürgermeister und Schirmherr Michael Maier wagte sich trotz seiner evangelischen Religionszugehörigkei – er bezeichnete sich selbst als „wüstgläubig“ – an ein in Reimform gehaltenes Grußwort. Das gelang ihm sehr gut, auch da er abschließend nicht vergaß, den Narrenruf der Harthauser dreimal lauthals in die Menge zu rufen. Ringpräsident Anton Blau begrüßte anschließend sämtliche 15 Zünfte des Ringes mit ihrem Schlachtruf, deren Zunftmeister er alle dafür auf die Bühne bat. Zusammen wurde das obligatorische Ringlied gesungen, in das auch das gut gefüllte Festzelt mit einstimmte. Anton Blau war besonders gut gelaunt, da er in seiner Heimatgemeinde Harthausen den Heimvorteil hatte.

Programm ist perfekt austariert

Weiter ging es im Programm mit einem abwechslungsreichen und kurzweiligen Programm, welches von den Ringmitgliedern gestaltet und von Robert Kromer moderiert wurde. Die Balance von Auftritten von Show- und Gardetänzen und den musikalischen Beiträgen der Guggenmusiken oder Schalmeien war perfekt austariert, sodass keine Langeweile aufkam und das Programm pünktlich um 22.30 Uhr vorbei war.

Hervorzuheben bei allen zwölf Programmpunkten sei hier stellvertretend der Auftritt der Zunftmeister. Die Herausforderung, mit Schwimmflossen und Taucherbrille Schritte zu „Riverdance“ zu tanzen, erforderte das ganze Können der Zunftmeister, und die Anstrengung darüber war deutlich ihren Gesichtern abzulesen. Da der Auftritt aber so gut war, kamen die ausgelaugten Zunftmeister nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Zum Programmende übernahm die Partyband Albsound nahtlos die Bühne und hielt die Stimmung bei bester Laune. Dasselbe geschah im angegliederten Barzelt, wo DJ Elle auflegte und die Besucher mit passendem Beat bei Laune und in Bewegung hielt.

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