Der Vorsitzende des Fördervereins Emil Oswald (links) mit dem aktuellen Vorstand vor dem Altarbild mit den 14 heiligen Nothelfe
Der Vorsitzende des Fördervereins Emil Oswald (links) mit dem aktuellen Vorstand vor dem Altarbild mit den 14 heiligen Nothelfern im „Käppele“. Rechts Bürgermeister Michael Maier als Vertreter der politischen Gemeinde, der die Kapelle laut Stiftungsvertrag gehört. (Foto: Karl-Otto Gauggel)
Karl-Otto Gauggel

Der Förderverein der Kapelle der heiligen 14 Nothelfern hat sich kürzlich zu seiner Jahresversammlung getroffen. Vorsitzender Emil Oswald erinnerte in seinem Bericht an die letzte Sanierung 2009, die mit viel Eigenleistung der Harthauser gestemmt worden sei. Doch obwohl erst vor 10 Jahren eine Renovierung mit zusätzlichem Einbau von Elektrik und Heizung erfolgt sei, zeigten sich, so Oswald, jetzt erneut deutliche Risse an der Decke, in den Gemälden, an der Fassade, Ausblühungen am Mauerwerk und Undichtigkeiten im Eingangsbereich. Insbesondere sei vor allem der Dachstuhl laut dem inzwischen vorliegenden holztechnischen Gutachten des Sachverständigen für Holzschutz und Holzschäden ein Sanierungsfall und gelte als mögliche Ursache für die erneuten Rissbildungen.

Emil Oswald sprach von einer „Herkulesaufgabe für den Förderverein“ und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass durch eine große Kraftanstrengung aller Beteiligten das denkmalgeschützte „Käppele“ zwischen den beiden unter Naturschutz stehenden mächtigen Lindenbäumen auch für die nachfolgenden Generationen erhalten werden könne. Er betonte, dass die bisher gute Zusammenarbeit von kirchlicher und politischer Gemeinde mit dem Förderverein zum Wohle der Nothelfer-Kapelle unbedingt fortgesetzt werden sollte.

Erfreulich sei, dass der Türbereich in Absprache mit dem Denkmalamt derzeit neu gestaltet werde, damit auch bei Starkregen kein Wassereintritt mehr erfolgen könne. Schriftführerin Johanna Pfaff gab einen Rückblick über die Nutzung der Kapelle für Taufen, Hochzeiten und bei Beerdigungen im vergangenen Jahr.

In einer Multimedia-Präsentation stellte Oswald die Schäden der Kapelle sowie Auszüge aus dem Schadensgutachten vor, bevor es darum ging, welche Kosten entstehen und wie eine mögliche Finanzierung gelingen könnte.Dazu führte Bürgermeister Michael Maier aus, das das ausführliche Gutachten samt Plänen Kosten von 5000 Euro verursacht habe. Für eine grundlegende Sanierung des Dachstuhles fallen Kosten in Höhe von 150 000 Euro an. Dazu kämen nach Berechnungen des Hochbautechnikers der Gemeinde noch zusätzliche Aufwendungen für Gipser, Verputz- und Malerarbeiten, so dass die Gemeinde von einem Gesamtaufwand von 202 000 Euro ausgehe.

Beim Regierungspräsidium hat die Gemeinde bereits Mittel beantragt und zeitnah wird ein Antrag auf Förderung beim Amt für Denkmalpflege gestellt. Außerdem hat die Gemeinde Mittel in Höhe von 30 000 Euro für Sanierungen im Haushalt eingestellt und auch der Förderverein wird seine Mittel für die Kapellensanierung einsetzen. Mit einer Spendenaktion und mit einer Werbekampagne für neue Mitglieder im Förderverein soll das Interesse am Erhalt der Kapelle im Ort verstärkt werden. Ein Aufnahmeformular soll dafür in der Nothelfer-Kapelle und in der Pfarrkirche ausliegen.

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