Grundschule wird zum Zirkuscamp

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Die jungen Zirkuskünstler verzaubern das Publikum mit einer Seifenblasenschau, bei der auch der kleine Tiger eingehüllt wird.
Die jungen Zirkuskünstler verzaubern das Publikum mit einer Seifenblasenschau, bei der auch der kleine Tiger eingehüllt wird. (Foto: Anthia Schmitt)
Schwäbische Zeitung
Anthia Schmitt

Unterricht der ganz anderen Art haben die Mädchen und Jungen der Grundschule Wald in der vergangenen Woche erlebt. Anlässlich eines Projekts verwandelte sich die Schule in ein Zirkuscamp. Mehr als 100 junge Artisten, Jongleure, Clowns, Akrobaten und Zauberer übten sich mit den Zirkuspädagogen Dirk Maibauer und Christoph Eichler vom Artistiktheater Mixture Unica in Freiburg in den Zirkuskünsten. Lehrer und Eltern standen den beiden als Assistenten zur Seite.

Am Freitag gab es ein Schulfest, bei dem die Kinder ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern in der vollbesetzten Zehn-Dörfer-Halle zeigten, was sie gelernt hatten. „Es war ein Zirkuscamp für Durchgeknallte“, sagte Zirkusdirektor Christoph Eichler. Die Kinder hätten immer noch spannendere und gefährlichere Kunststücke ausprobieren und einstudieren wollen. Besonders sympathisch aus der Sicht der Zuschauer: Das Projekt fand klassenübergreifend statt und es war geradezu rührend, wie sorgsam und liebevoll sich die großen Mädchen und Jungen um die kleinen Schulanfänger kümmerten und sie in die Vorführungen einbanden.

Fast zwei Stunden dauerte das Programm, das die Kinder den begeisterten Zuschauern präsentierten. Los ging es mit den Leiterakrobaten, bevor die Clowns ihre Späße machten, chinesische Jongleure ihre Kunst vorführten und Zauberer sogar den „eigentlich für Kinder streng verbotenen“ Trick mit der Schwertkiste zeigten.

Eine Gruppe verzauberte mit einer Seifenblasenshow, andere balancierten auf großen Tonnen, flogen vom Trampolin durch die Lüfte, bewiesen Mut als Fakire auf dem Nagelbrett oder raubten den Zuschauern mit Akrobatik am Trapez den Atem. Gemeinsam gesungene Lieder aller Artisten am Anfang und am Ende rundeten das Programm ab. Zusätzlichen Glanz erhielten die Darbietungen durch tolle Kostüme und schön geschminkte Gesichter. Der Direktor sprach angesichts solcher Künste von einem „ganz hervorragenden Zirkus“ – und das Publikum gab ihm mit lautstarkem Beifall recht.

In der Pause hatten sich die Akteure eine Stärkung verdient. Frisches Popcorn, eine gigantische Auswahl an von den Eltern gebackenen Kuchen und Getränke sorgten dafür, dass an diesem Nachmittag niemand hungrig und durstig bleiben musste.

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