Judith Gauggel

Gleich drei Jubiläen hat die Narrenzunft Glecklesbender am Samstag gefeiert – sie selbst bestehen bereits seit 30 Jahren, der Härlegoischd seit 20 Jahren und die Guggamusik seit zehn Jahren. Bei Sonnenschein eröffnete Christian Eisele, Vorsitzender der Veringendorfer Narrenzunft Glecklesbender, das Fest und das Bier floss nach drei ganzen und zwei halben Schlägen. „Das Zelt haben wir am Dienstag bei strömendem Regen aufgebaut.“, erzählt Eisele. „Den Rest dann am Freitagabend.“ Die Planung läuft allerdings schon viel länger, nämlich seit vergangenem Jahr und sie war „bei jeder Sitzung ein Thema“, so der Vorsitzende.

Die Geschichte der Narrenzunft wurde auf Leinwänden erzählt und diejenigen, die fleißig gelesen hatten, konnten bei dem Narren-Quiz die Fragen leicht lösen. Die Gewinner wurden abends bekanntgegeben, es gab unter anderem kleine Masken der Narrenzunft zu gewinnen. Die Ehrenmitglieder Lisa Haug, 20 Jahre aktiv, die damals die Idee zum Verein hatte und die Narrenzunft ins Leben rief, erzählt, dass die ersten Jahre alles andere als leicht gewesen seien. Es gab nicht nur positive Resonanz, die vor allem von Seiten junger Familien kam. Sie und Mechthilde Schnitzer, 25 Jahre aktiv, stießen anfangs auch auf starken Gegenwind: „Das wird nichts, hieß es.“ Das Resümee der beiden Frauen: „Ein Verein zu gründen ist nicht einfach.“

Herzblut und Liebe zur Zunft setzen sich durch

Sie haben anfangs von Haus zu Haus gehen und um Spenden bitten müssen, die Skeptiker hätten sie dabei beschimpft. „Das Häs wurde zuhause genäht und von der Direktrice Marianne Griener mitentworfen und umgesetzt.“ erzählen sie weiter. „Viel Zeit und blutige Hände gehörten dazu. Nach der Skepsis kam die Anerkennung.“ Am Ende haben sich Herzblut und die Liebe zur Zunft durchgesetzt und der Begriff „Glecklesbender“ ist heute aus Veringendorf nicht mehr wegzudenken.

Auch ein breites Angebot an Musik stand auf dem Programm: Abends spielte die Guggamusik Veringendorf unter der Leitung von Heiko Haug, der sein 10-Jähriges feierte und seine Gruppe mit vollem Körpereinsatz anfeuerte, gefolgt von Krawalla Guggis aus Spaichingen und den Kappegässler aus Gaienhofen. Danach eröffnete DJ Elle die Tanzfläche. „Wir sind sehr zufrieden mit dem heutigen Tag.“, sind sich die Veranstalter Christian Eisele und Florian Ziegler einig.

Und auch kulinarisch hatte der Verein einiges zu bieten: Für den Gaumenschmaus waren zwei Street-Food-Wagen vor dem Zelt aufgestellt – Liebhaber süßer Speisen erwartete Crêpe in allen Varianten und für die herzhaft Orientierten unter anderem Chili Wurst oder Dennetle. Die Narrenzunft war für die Getränke zuständig. Neben dem Üblichen hatte der Verein auch eine Saftbar mit viel Auswahl an alkoholfreien Getränken organisiert. Im Zelt gab es Kaffee und Kuchen. Die kleinen Gäste konnten sich auf der Hüpfburg austoben oder schminken lassen – ein Familiennachmittag, bei dem jeder auf seine Kosten kam.

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