Veringenstadt will neue Betreuungsplätze schaffen

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Leiterin Petra Pfaff-Fellinger (Zweite von rechts) stellt den umgebauten Kindergarten vor.
Leiterin Petra Pfaff-Fellinger (Zweite von rechts) stellt den umgebauten Kindergarten vor. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Den beiden städtischen Kindergärten in Veringenstadt geht allmählich der Platz aus. Wie Hauptamtsleiterin Alexandra Hepp in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag berichtete, können die beiden Einrichtungen vermutlich ab Januar 2021 nicht mehr genügend Betreuungsplätze anbieten. Deshalb brachte das Gremium noch am gleichen Abend eine Erweiterung der beiden Kindergärten auf den Weg. Einer Erhöhung der Elternbeiträge stimmten die Gemeinderäte ohne größere Diskussion zu.

Die Mitarbeiter des Büros Planquadrat aus Sigmaringen sollen sich nun Gedanken über Erweiterungsmöglichkeiten in Deutstetten und in Veringendorf machen. Parallel dazu überprüft die Verwaltung weitere Optionen in leerstehenden städtischen Gebäuden.

Neue sanitäre Anlagen

Vor der eigentlichen Sitzung hatten sich die Gemeinderäte selbst ein Bild von verschiedenen Umbaumaßnahmen in der Kindertagesstätte Deutstetten gemacht. Leiterin Petra Pfaff-Fellinger führte sie durch die Einrichtung, die unter anderem mit neuen sanitären Anlagen und einer Fluchttür ausgestattet worden war. Hinzu kamen mehrere kleine Maßnahmen und Anschaffungen für die Betreuung von Kleinkindern. Für diese stehen seit Oktober vergangenen Jahres zwölf Plätze zur Verfügung. Pfaff-Fellinger gab dem Gremium einen Einblick in den Tagesablauf in der Kindertagesstätte.

In der sich anschließenden Sitzung im Feuerwehrhaus stellte Alexandra Hepp die Ergebnisse einer Elternbefragung vor. Etwa zwei Drittel der Mütter und Väter hatten die knapp 30 Fragen beantwortet, die sich beispielsweise um die Betreuungszeiten, die Qualität und die pädagogische Arbeit drehten. Wie die Hauptamtsleiterin berichtete, kamen dabei überwiegend sehr gute Ergebnisse heraus.

Dem Wunsch nach flexibleren Betreuungszeiten in Deutstetten kam die Verwaltung sofort nach. So kann ein Kind jetzt beispielsweise auch an zwei ganzen und an drei halben Tagen pro Woche den Kindergarten besuchen. Des Weiteren wünschten sich die Eltern für beide Einrichtungen mehr Spielgeräte im Außenbereich.

Laut Alexandra Hepp stehen in den beiden Einrichtungen derzeit insgesamt 104 Betreuungsplätze zur Verfügung: 78 Plätze für Kinder zwischen drei Jahren und dem Schuleintritt sowie 26 Plätze für Kleinkinder, also unter drei Jahren. In der Kindervilla Veringendorf seien momentan 38 von 39 Plätzen belegt, sagte Hepp. Von den 65 Plätzen in Deutstetten seien aktuell 50 vergeben. „Wir wachsen und der Kindergarten wird zu klein“, sagte Alexandra Hepp und erklärte, dass die Plätze an beiden Standorten ab Januar 2021 vermutlich nicht mehr ausreichen.

Kein Waldkindergarten

Nadine Natterer erkundigte sich danach, ob ein Waldkindergarten geschaffen werden kann. Die beiden Kindergartenleiterinnen Petra Pfaff-Fellinger und Sandra Garbac-Ploch erklärten ihr, dass sie zusammen mit der Verwaltung über diese Möglichkeit nachgedacht hätten, die Umsetzung allerdings schwierig sei. Das Problem: Es werde eine komplett neue Einrichtung geschaffen. „Und die Eltern müssen das wollen, auch im Herbst und im Winter“, gaben die Leiterinnen zu bedenken.

Einstimmig stimmte der Gemeinderat für die Erhöhung der Elternbeiträge um drei Prozent. So kostet ein Kind in der Regelbetreuung künftig 117 statt 114 Euro. Je mehr Kinder in einer Familie leben, desto geringer werden die Gebühren.

Kämmerer Manfred Riedißer erklärte, dass die Eltern mit den neuen Gebühren 12,8 Prozent der Gesamtkosten abdecken. Die Empfehlung kirchlicher und kommunaler Spitzenverbände liegt mit 20 Prozent deutlich darüber.

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