Veringenstadt bekommt neue Bauplätze

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Weitläufige Wiese mit Häusern im Hintergrund
Der Blick von der Mörikestraße aus zeigt die Fläche des künftigen Baugebietes „Deutstetter Berg V“. Wenn alles nach Plan läuft, beginnen die Bauarbeiten im Jahr 2021. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

In Veringenstadt gibt es im bisherigen Neubaugebiet nur noch einen freien Bauplatz. Höchste Zeit also, etwas zu tun, wie Bürgermeister Armin Christ erklärte. Mit der Ausweisung eines weiteren Baugebietes mit dem Namen „Deutstetter Berg V“, kann direkt an das bisherige Gebiet am nördlichen Ortsrand von Veringenstadt angeschlossen werden. Auf einer Fläche von 2,7 Hektar können rund 50 Bauplätze entstehen.

Die ersten konkreten Planungen wurden dem Veringenstädter Gemeinderat in der jüngsten Sitzung von drei Fachbüros vorgestellt: Städteplaner Achim Ketterer aus Tuttlingen, Landschaftsarchitektin Bernadette Siemensmeyer vom Überlinger Büro 365 Grad und Hans-Jörg Madlener vom Ingenieurbüro Kovacic führten in die Planungen ein. Angedacht sei in dem neuen Gebiet eine reine Wohnbebauung mit verschiedenen Größen und Wohnformen.

Bauplätze in der Größe von 300 bis 760 Quadratmeter

Freistehende Ein- und Doppelhäuser, aber auch flächensparende Bauweise in Form von Gartenhofhäusern mit kleinen Zuschnitten von 300 Quadratmetern sollen entstehen. Die größten Bauplätze werden bis zu 760 Quadratmeter groß werden und befinden sich am Ortsrand, erläuterte Städteplaner Ketterer. Die Erschließung erfolgt über Mozartstraße, Heinestraße, Rilkeweg und über die Mörikestraße in einem Ringsystem.

Bernadette Siemensmeyer erläuterte die grünordnerische Maßnahmen und die Umweltanalyse, die ein so großes Gebiet brauche. Verpflichtend sei beispielsweise eine Grundbegrünung pro 500 Quadratmeter mit einer Baumbepflanzung, das Anlegen eines Obstbaumriegels und Baumpflanzungen entlang der Straßen. Lärmschutzmaßnahmen für das künftige Wohngebiet seien jedoch nicht erforderlich, da die Bebauung an das bereits bestehende Wohngebiet anknüpft und die Sportanlage westlich in ausreichender Entfernung liegt.

Ingenieur Hans-Jörg Madlener schlug dem Gremium vor, das gesamte Baugebiet mit einem Trennsystem zu entwässern. Die Sammlung und Ableitung des Schmutzwassers kann dabei an das bereits bestehende Kanalisationssystem angeschlossen werden, während das Regen- und Oberflächenwasser primär auf dem Gelände und zusätzlich über einen Regenwasserkanal in ein Retentionsbecken abgeführt werden kann.

Stadt muss dem gesellschaftlichen Wandel berücksichtigen

Auf Nachfrage mehrerer Räte, die Bedenken bezüglich der angedachten Gartenhofhäuser äußerten, erklärte Städteplaner Ketterer, dass diese problemlos in größere Plätze umgestaltet werden können, sollte die Nachfrage für die relativ kleinen Plätze ausbleiben. „Wir müssen dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen und alle Varianten anbieten“, erklärte Bürgermeister Armin Christ. Einstimmig brachte das Gremium die Neuaufstellung des Bebauungsplanes „Deutstetter Berg V“ im beschleunigten Verfahren sowie die frühzeitige Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit auf den Weg. Hauptamtsleiterin Alexandra Hepp rechnet damit, sollte alles reibungslos verlaufen, dass im Jahr 2020 das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen werden kann und im schon im Jahr 2021 mit der Erschließung begonnen werden kann.

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