Veringenstädter Fitnessverein vergrößert sich

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Bürgermeister Armin Christ (links) besucht die Vereinsräume. Bald möchte der Fitnessverein auch auf dem Kindergartengelände baue
Bürgermeister Armin Christ (links) besucht die Vereinsräume. Bald möchte der Fitnessverein auch auf dem Kindergartengelände bauen. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Der Fitnessverein in Veringenstadt wird sich räumlich vergrößern: Bei der Mitgliederversammlung des Vereins stellte der stellvertretende Vorsitzende Andreas Miller den geplanten Anbau an das Fitnessstudio mit Finanzierungsplänen vor. Mehrheitlich stimmten die Vereinsmitglieder dem großen Projekt mit der Kostenschätzung von 583 000 Euro zu. Sofern der Abbruch des alten Kindergartens zeitnah stattfindet, wird noch dieses Jahr an der Lauchert gebaut, bestenfalls wird schon in einem Jahr im neuen Trakt in der Inneringer Straße 1 trainiert.

Der erste Vorsitzende Stanislaw Ploch berichtete zunächst vom vergangenen Vereinsjahr. Mit über vierhundert Mitgliedern wächst der Verein beständig auch im 13. Jahr seines Bestehens. Dafür werde viel geleistet und angeboten: Inzwischen sind zwölf lizenzierte Trainer, teilweise mit physiotherapeutischer Zusatzausbildung im Verein. Zwei Trainerinnen stehen den Mitgliedern sogar als Ernährungstrainerinnen zur Seite. „Wir wollen die Bürger gesund erhalten bis ins hohe Alter“, erklärte der erste Vorsitzende. Schriftführerin Monika Münzenmaier führte in ihrem Rückblick aus, dass der Maschinenpark erneut ausgebaut und erneuert wurde, um auch hier immer auf dem neuesten Stand zu sein. Die finanzielle Situation zeigte Nina Holdenried auf, überprüft wurde die Kasse von Gaby Vogler und Nicole Kromer. Auf Vorschlag von Bürgermeister Armin Christ erfolgte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft, ehe der zweite Vorsitzende Andreas Miller die spannende Geschichte des Neubaus zur Erweiterung der Vereinsräume vorstellte.

Diese sieht wie folgt aus: Das leerstehende Gebäude vom ehemaligen Kindergarten (Inneringer Str.1) wird durch die Stadt abgebrochen, der Fitnessverein baut an der Stelle ein neues Gebäude. Von der örtlichen Baufirma Kastell liegt dem Verein ein verbindliches Angebot über 270 000 Euro für den Rohbau vor, der Innenausbau kommt mit 223 000 Euro dazu. Mit 91 500 Euro liegen allerdings die Gründungskosten fast dreimal so hoch, wie vom Verein erhofft, erläuterte Andreas Miller. Zur Erklärung: Gründungskosten sind Investitionen in den Untergrund, wie tief gegraben werden muss bis tragfähiges Gestein kommt. Mittels Bodengutachten ermittelte eine Fachfirma für diesen Bereich 17 Meter Tiefe, die Nähe zur Lauchert dürfte mit ausschlaggebend sein für die notwendigen Pfahlgründungen in dieser enormen Tiefe.

„Wir müssen 91 500 Euro bringen, bis wir überhaupt mit dem Bau des Gebäudes anfangen können“, so Andreas Miller. Daher wurde zuletzt noch mit der Stadt und mit dem Landratsamt ermittelt und überprüft, ob die Sanitäranlagen aus dem Neubau herausgenommen werden können und die WC-Anlagen im Schulbereich mit zu nutzen sind. Dies ist mittlerweile geschehen, Stadt und Landratsamt haben zugestimmt.

Die Finanzierung soll mit einer monatlichen Rate von 3000 Euro und zehnjähriger Zinsbindung getätigt werden. Die Rate werde von den Mitgliedsbeiträgen (250 Euro bezahlt das erste Vereinsmitglied einer Familie pro Jahr, jedes weitere Mitglied wird deutlich günstiger) finanziert. Parallel wird ein weiteres Ansparmodell abgeschlossen, welches nach zehn Jahren soweit aufgefüllt sein soll, um die Restschuld zu begleichen. „Wir wollen nach zehn Jahren alles in trockenen Tüchern haben“, so der stellvertretende Vorsitzende Andreas Miller. Der Gemeinderat hat bereits beschlossen, dass die momentane Miete von 900 Euro (Betrag soll in Ansparmodell fließen), die der Verein für die Nutzung seit dem Einzug in die ehemalige Hauptschule im Jahr 2011 bezahlt, mit dem Neubau ausgesetzt wird, ebenfalls auf die Dauer von zehn Jahren. Weitere Beschlüsse des Gemeinderates sind, dass die Stadt eine Ausfallbürgschaft in Höhe des Kredits von 500 000 Euro übernimmt. Das Grundstück, das in städtischem Besitz ist, wird mittels Erbbaupachtrecht dem Fitnessverein vertraglich zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Armin Christ beglückwünschte die Vereinsmitglieder zu der „mutigen Entscheidung“ und betonte, dass der Verein mit seinem klaren Bekenntnis zum Standort in der Hauptschule ein Gewinn sei.

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