Umstrittenes Kläranlagen-Gebäude in Veringendorf wird gebaut

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 Sowohl das linke als auch das rechte Gebäude auf dem Gelände der Kläranlage in Veringendorf wird abgebrochen. Links soll eine F
Sowohl das linke als auch das rechte Gebäude auf dem Gelände der Kläranlage in Veringendorf wird abgebrochen. Links soll eine Freifläche entstehen, rechts ein komplett neues Gebäude mit Halle, Carport und Büroräumen. (Foto: Sabine Rösch/Archiv)
Sabine Rösch

Das umstrittene neue Betriebsgebäude für die Kläranlage in Veringendorf kann gebaut werden: Bei der Sitzung des Abwasserzweckverbands Scher-Lauchert am Dienstagabend in Bitz erteilten alle Mitgliedsgemeinden den Plänen ihre Zustimmung. Demnach soll das Architekturbüro Planquadrat die Ausschreibung der Arbeiten für den 1,5 Millionen Euro teuren Neubau angehen.

Im Frühjahr wurden die Pläne für den Neubau des Betriebsgebäudes mit Systemhalle in der Verbandsversammlung vorgestellt. Das 56 Jahre alte Gebäude der Veringendorfer Kläranlage ist rundum sanierungsbedürftig – sowohl was die Technik betrifft als auch die Immobilie selbst. Nach der Präsentation durch Architekt Jürgen Gaiser behandelten die beteiligten Kommunen des Abwasserzweckverbands das Thema im jeweiligen Gemeinderat, der wiederum seine Zustimmung erteilen musste.

Am Verband beteiligt sind die Gemeinde Bitz mit 46 Prozent, die Stadt Veringenstadt mit 20 Prozent, die Gemeinde Winterlingen mit 20 Prozent, die Stadt Hettingen mit sieben Prozent und die Stadt Sigmaringen mit dem Ortsteil Jungnau und damit sieben Prozent. In den Gemeinderäten wurde das Vorhaben zum Teil kontrovers diskutiert. In Veringenstadt beispielsweise störten sich Mitglieder des Gremiums an den hohen Kosten. Einige regten an, die Entscheidung zu vertagen.

So weit kam es zwar nicht, allerdings wollen sich die Gemeinderäte bei einer Besichtigung bald selbst ein Bild vom Zustand des Gebäudes machen. Hettingens Bürgermeisterin Dagmar Kuster brachte aus ihrem Gemeinderat den Vorschlag mit, die Außenfassade am Betriebsgebäude, die verklinkert werden soll, mit einer günstigeren Variante auszustatten. Der Verbandsvorsitzende Hubert Schiele, Bürgermeister der Gemeinde Bitz, nahm diesen Vorschlag auf, sodass er bei der Ausschreibung berücksichtigt werden soll. Die Beauftragung des Architekturbüros erfolgte am Dienstag einstimmig und ohne weitere Aussprache.

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