Spielplätze werden mit neuen Geräten ausgestattet

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Um die Attraktivität zu erhöhen, soll der verwaiste Spielplatz bei der Alb-Lauchert-Schule in Veringenstadt um zahlreiche Geräte
Um die Attraktivität zu erhöhen, soll der verwaiste Spielplatz bei der Alb-Lauchert-Schule in Veringenstadt um zahlreiche Geräte erweitert werden. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Veringenstadt - Kämmerin Geraldine Emser hat in der Sitzung des Veringenstädter Gemeinderats am Donnerstagabend den Nachtragshaushalt mit etlichen eingearbeiteten Kürzungen präsentiert – den das Gremium anschließend einstimmig verabschiedete. Für die Anschaffung neuer Geräte für die öffentlichen Spielplätze genehmigten die Räte knapp 33 000 Euro. Davon fließen gut 9000 Euro aus einem Stadtsanierungsprogramm.

In der Sitzung im Juni hatten einige Gemeinderäte bemängelt, dass lediglich für den Spielplatz hinter der alten Schule in Veringendorf ein neues Gerät vorgesehen war. Im Ortskern von Veringenstadt, wo die meisten Kinder lebten, gebe es schon seit zwei Jahren keinen öffentlichen Spielplatz mehr, sagte beispielsweise Stadtrat Christian Lehmann. Schließlich sprach sich das Gremium dafür aus, ein ganzheitliches Konzept für alle öffentlichen Spielplätze auszuarbeiten.

Die Verwaltung nahm sich dieser Aufgabe an und entwickelte in Abstimmung mit dem Kindergartenausschuss einen Plan, den Geraldine Emser am Donnerstag vorstellte. Demnach soll der öffentliche Spielplatz bei der Alb-Lauchert-Schule mit einer Nestschaukel, einer Rutsche, zwei Wipptieren, einem Trampolin und einem Sandkasten ausgestattet werden. Kostenpunkt für die Spielgeräte: gut 15 300 Euro. Weil 60 Prozent der Summe aus dem Stadtsanierungsprogramm fließen, muss die Stadt davon allerdings nur gut 6000 Euro übernehmen.

Für den Spielplatz in Veringendorf wird ein neuer Spielturm angeschafft, der rund 17 000 Euro kostet. Geraldine Emser betonte, dass sich die Mehrwertsteuersenkung vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie positiv auf die Anschaffung auswirke. Auch deshalb plädiere die Stadtverwaltung dafür, den Spielturm jetzt anzuschaffen.

„Wir wollten eine schnelle Lösung anbieten, damit wir im Herbst die neuen Geräte aufstellen können“, sagte Hauptamtsleiterin Alexandra Hepp. Außerdem stehe im Oktober die finale Abrechnung des Stadtsanierungsprogramms an und der 60-prozentige Zuschuss für die Spielgeräte sollte keinesfalls aufs Spiel gesetzt werden.

Für die weiteren Spielplätze am Hettinger Weg in Hermentingen und am Deutstetter Berg wollen Stadtverwaltung und Kindergartenausschuss ebenfalls noch gemeinsame Lösungen ausarbeiten. Diese sollen dem Gemeinderat im Herbst vorgestellt werden.

Die Stadträte Christian Lehmann und Thomas Schenzle signalisierten, dass sie ein Bürgerprojekt initiieren und in Eigenregie Geräte für den Spielplatz am Deutstetter Berg bauen möchten. Mit dieser konkret ausgearbeiteten Konzeption für Deutstetten und für Hermentingen möchte die Stadt dann bei der Leader-Aktionsgruppe den Antrag auf eine Förderung stellen. Bei Kleinprojekten, die bis zu 20 000 Euro kosten, winkt immerhin ein Zuschuss von bis zu 80 Prozent. Alexandra Hepp erklärte, dass die entsprechende Antragsfrist im November abläuft. Bis dahin soll das Konzept deshalb stehen und im Gemeinderat vorgestellt werden. „Wenn alles gut läuft, werden wir im nächsten Frühjahr auch in Hermentingen und am Deutstetter Berg einen neuen Spielplatz einrichten können“, sagte die Hauptamtsleiterin.

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