Neue Bauplätze kosten 106 Euro pro Quadratmeter

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Nach mehr als zweijähriger Planung kann es endlich losgehen: In Veringendorf stehen fünf neue Bauplätze zum Verkauf.
Nach mehr als zweijähriger Planung kann es endlich losgehen: In Veringendorf stehen fünf neue Bauplätze zum Verkauf. (Foto: Sabine Rösch)
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Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans hat der Gemeinderat Veringenstadt in seiner Sitzung am Dienstagabend das aufwendige Prozedere um die Erschließung des innerörtlichen Baugebietes „Am Pfarrgarten“ abgeschlossen. Fünf Bauplätze, die zwischen 500 und 600 Quadratmeter groß sind, stehen ab sofort voll erschlossen zum Preis von 106 Euro pro Quadratmeter zum Verkauf. Für 5000 Euro pro Bauplatz ist ein Anschluss ans vorhandene Nahwärmenetz möglich.

Dass das relativ kleine innerörtliche Baugebiet in Veringendorf so einen riesigen Aufwand mit sich bringe, sei wohl der deutschen Gründlichkeit geschuldet, sagte Bürgermeister Armin Christ in der Ratssitzung. Bereits vor mehr als zwei Jahren war die Fläche erstmals überplant worden. Hansjörg Madlener vom zuständigen Ingenieurbüro, Städteplaner Achim Ketterer sowie Landschaftsarchitektin Bernadette Siemensmeyer, die die Umweltanalyse erstellt hatte, bestätigten diese Aussage. „Es hat sich einfach angehört und als schwierig erwiesen“: Da waren sich die Fachleute sicher.

Grund für die langwierige Planung war, dass eine größere Fläche stark kontaminiert ist und aufgrund enorm hoher Entsorgungskosten aus dem vorgesehenen Areal herausgenommen werden musste. Übrig blieb eine Fläche von 3100 Quadratmetern. Nachdem die neue Planung stand und alle Bedenken, Instanzen und öffentlichen Auslegungen durchlaufen wurden, befasste sich der Gemeinderat nun noch mit der Festlegung des Veräußerungspreises.

Kämmerin Geraldine Emser bezifferte die angefallenen Gesamtkosten auf knapp 490 000 Euro. Darin enthalten sind – heruntergebrochen auf den einzelnen Quadratmeter – 79 Euro für den Grunderwerb, 39 Euro für die Erschließung, fünf Euro für die Finanzierung, vier Euro für die Vermessung sowie elf Euro für das Bebauungsplanverfahren. An Einnahmen steht diesen Summen ein Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum in Höhe von 15 Euro pro Quadratmeter gegenüber. Die Stadt bezuschusst den Kauf eines Bauplatzes mit weiteren 15 Euro pro Quadratmeter.

Auf Antrag von Siegfried Hagg wurde der Anschluss an die Nahwärme pro Bauplatz festgelegt und nicht, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, umgelegt auf den Quadratmeter. Diesem Vorschlag stimmten alle Gemeinderäte zu, ebenso dem Bauplatzpreis von 106 Euro pro Quadratmeter. „Die Kalkulation ist mehr als fair und großzügig“, sagte Hagg.

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