Kinder und Jugendliche erleben Abenteuer auf der Alb

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 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 15 Jahren verbringen am Beginn der Sommerferien eine Zeltfreizeit auf der Alb.
Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 15 Jahren verbringen am Beginn der Sommerferien eine Zeltfreizeit auf der Alb. (Foto: Karl-Otto Gauggel)
Karl-Otto Gauggel

Genau 101 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und 15 Jahren verbringen jetzt am Beginn der Sommerferien eine Zeltfreizeit auf der Alb bei den Lieshöfen oberhalb von Veringenstadt. Schon zum neunten Mal bietet die evangelisch-methodistische Kirche aus Stuttgart diese Freizeit auf der Alb an – idyllisch neben dem Pferde- und Reiterhof der Familie Sontheim am Waldrand gelegen.

Welch große logistischen Vorbereitungen schon im Vorfeld und auch beim Aufbau der 35 Zelte und Versorgungseinrichtungen von den Sanitäreinrichtungen bis zur Küche und der Mensa zu leisten waren, kann man nur erahnen. Insgesamt 46 Betreuer und Mitarbeiter sind während der zwei Wochen ehrenamtlich mit dabei und organisieren den Ablauf des Tages vom Frühstück bis zum späten Abend mit vielseitigen Programmangeboten.

Helene Summerer aus dem engeren Leitungsteam stammt aus Stuttgart und ist Studentin der Medizin in Frankfurt am Main. Sie opfert gerne einen Teil ihrer Semesterferien, um den Kindern – überwiegend aus dem Großraum Stuttgart aber auch aus anderen Bundesländern – diese Zeltfreizeit zu ermöglichen. Das diesjährige Hauptthema, so Summerer, ist „Freundschaft“ in allen ihren Facetten. Ausgehend von der biblischen Erzählung über die Freundschaft zwischen Jonathan und David werden zu dieser Thematik von den Betreuern kreative Impulse in Form von Rollenspielen geboten, die zu Diskussionen und Gesprächen anregen.

Strukturierter Tagesablauf

Der klar strukturierte Tagesablauf mit den gemeinsamen Mahlzeiten und dem abendlichen großen Lagerfeuer in der Platzmitte umfasst jeden Tag viele Programmangebote in den Gruppen, so dass Langeweile keine Chance hat. Da gibt es Bauaktionen, Holzbeschaffung aus dem nahen Wald und dessen Bearbeitung für das allabendliche Lagerfeuer, Geländespiele, Schnitzeljagd oder Nachtwanderungen

. Dazu kommen sportliche Turniere, Aufgaben an verschiedenen Stationen, Theateraufführungen, Lied-, Tanz- und Musikveranstaltungen im Rahmen eines Zeltfestivals, ein zwölfstündiger Trail mit differenzierten Aufgaben für die Älteren und mehrmals auch der Besuch im Winterlinger Naturfreibad, wo man, so Summerer, zum Glück auch mal warm duschen könne. Ansonsten ist eine Leitung mit fließend kaltem Wasser vom Reiterhof Sontheim in das Camp verlegt worden, wo provisorische Duschen und Waschgelegenheiten aufgebaut sind. Auch der Strom wird von der Familie Sontheim bezogen und man schätzt das Entgegenkommen dieser freundlichen und hilfsbereiten Nachbarn, denen das gesamte Camp-Gelände gehört, schon seit etlichen Jahren sehr. Nach sechs Tagen – also zur Halbzeit – fährt ein Teil der Kinder nach Hause. Dafür kommen andere Kinder dazu. So bleibt das Zeltdorf immer belebt. Summerer freut sich, dass alle jeden Tag mit großer Begeisterung mitmachen und sich auf die Abenteuer einlassen, die in der herrlichen Alblandschaft auf sie warten.

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