In 20 Minuten steht die zweite Wasserleitung

Lesedauer: 3 Min
„Wasser marsch“ – eine zusätzliche Leitung wird von der Lauchert aus gelegt.
„Wasser marsch“ – eine zusätzliche Leitung wird von der Lauchert aus gelegt. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Die Gesamtwehr aus Veringenstadt hat am Samstag eine fulminante Übungseinheit absolviert. Nach dem Großeinsatz in Stetten a.k.M. probten die Veringer Kameraden den Ernstfall auf der Straußenfarm Steinhart hoch über Veringenstadt unter den Augen zahlreicher Zuschauer.

„Es beruhigt ungemein, dass ausreichend Wasser im Ernstfall zu uns hoch kommen würde“, sagte Manfred Steinhart, Inhaber der Straußenfarm, zufrieden nach der Übung. Daher habe er auch sofort eingewilligt, als Kommandant Michael Holdenried angefragt habe, ob auf seinem Gelände die jährliche Hauptübung der Gesamtwehr stattfinden könne. Auch die Tatsache, dass jährlich einmal der Blitz auf dem Gelände des Aussiedlerhofs von Familie Steinhart einschlage, beunruhige ihn. Glücklicherweise habe es noch nie gebrannt, lediglich materieller Schaden und viel Ärger seien entstanden.

Daher plante Kommandant Michael Holdenried auch einen Blitzschlag als Szenario der Übung. Dieser löste einen Brand im Verkaufsraum des Hofladens und in der nebenan gelegenen Garage aus. Zwei Mitarbeiter befanden sich im Laden und zwei in der Garage. Die primäre Aufgabe der Lebensrettung erfolgte durch die Kameraden dann auch sofort, Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Helfer vor Ort übernahmen die Verletzten und versorgten diese.

Es gibt lediglich einen Hydranten auf dem Gewann Hadeck, wo der Aussiedlerhof liegt, daher forderten die Veringer Kameraden sofort den Schlauchwagen SW 1000 von der benachbarten Wehr in Neufra an. Mit diesem wurde dann eine zusätzliche Wasserversorgung von der Lauchert kommend aufgebaut. Es galt, 700 Streckenmeter und 40 Höhenmeter zu überwinden. Die beiden Abteilungskommandanten Jürgen Holzmann aus Hermentingen und Thomas Steinhart aus Veringenstadt koordinierten das Ganze, sodass zügig eine zweite Wasserversorgung mit ausreichend Druck aufgebaut wurde.

Kommandant Michael Holdenried überwachte das Ganze mit Blick auf die Uhr. „In zwanzig Minuten stand die zweite Leitung komplett. Das ist eine gute Leistung“, erklärte der zufriedene Kommandant, der seit April dieses Jahres im Amt ist und für den es somit seine erste Hauptübung als planender Kommandant war. In der anschließenden Analyse wurde dies ebenso bestätigt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen