Hundefachmann gibt sein Amt nach 34 Jahren ab

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Susanne Grimm

Mit Franz-Peter Froitzheim verlässt eine prägende Gestalt die Kreisjägervereinigung Sigmaringen. Bei der Hauptversammlung am Samstag in Veringenstadt verabschiedete Kreisjägermeister Hans-Jürgen Klaiber den Hundefachmann, der 34 Jahre lang für das Hundewesen der Kreisjägerschaft zuständig war. Ohne Gegenstimmen folgte die Versammlung Klaibers Antrag, den Verabschiedeten zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Franz-Peter Froitzheim war der erste Hundeobmann der Kreisjägerschaft, der 1985 den ersten Brauchbarkeitskurs für Jagdhunde durchführte. Wie Hans-Jürgen Klaiber verdeutlichte, bildete der pensionierte Forstamtmann und Revierbezirksleiter a.D. des Truppenübungsplatzes Heuberg in dieser Zeit ehrenamtlich 492 Jagdhunde aus 45 Rassen aus. Für seine Leistungen hatte er bereits 2017 die Verdienstnadel in Gold des Landesjagdverbands sowie erst kürzlich das Hegeabzeichen beim Landesjägertag erhalten.

Brauchbare Jagdhunde sind bei vielen Jagdarten vorgeschrieben, was viele Kommunen mit der Befreiung von der Hundesteuer honorieren. Auch der Landkreis Sigmaringen kommt den Jägern aufgrund ihrer vielfältigen Aufgaben entgegen und verzichtet beispielsweise auf die Erhebung der Jagdsteuer und der Waffenprüfgebühren. Wie Hans-Jürgen Klaiber verdeutlichte, leistet ein engagierter Hundeführer zusammen mit seinem vierbeinigen Jagdgefährten einen wertvollen Beitrag zur Akzeptanz der Jagd und zu einem professionellen Waidwerk.

„Schweißarbeit“ für Hunde

Zur Hundeausbildung, die zur so genannten Brauchbarkeitsprüfung führt, gehören unter anderem die Module „Allgemeiner Gehorsam“, „Bringen/Apportieren“, „Wasserarbeit“, „Stöberarbeit“ und „Schweißarbeit“. „Schweiß“ bedeutet im Jägerlatein „Blut“. Das heißt, dass der Hund bei dieser Arbeit die Fährte eines verletzten Tieres suchen und verfolgen muss.

Bevor der Kreisjägermeister den erfahrenen Hundeobmann aus seinem Amt entließ, berichtete dieser über die Arbeit des vergangenen Vereinsjahrs. In dieser Zeit habe er 44 Hunde ausgebildet, wobei 23 der Tiere das Modul „Brauchbarkeit im Schalenwildrevier“ absolvierten, 14 Hunde das Modul „Brauchbarkeit in Feld und Wald“, acht Vierbeiner das Fach „Wasser“ und sieben ihre Brauchbarkeit bei der Bewegungsjagd unter Beweis stellten. Diese Hundegespanne erhielten bei der Versammlung ihre Prüfungsurkunden, wobei Franz-Peter Froitzheim mit Tanja Kappenschneider und ihrer Hündin die Prüfungssiegerin vorstellte.

Nach Froitzheims letztem Tätigkeitsbericht bat Hans-Jürgen Klaiber dessen Ehefrau Anneliese auf die Bühne und überreichte dem Ehepaar als Abschiedsgeschenk und Entschädigung für die viele geopferte Freizeit einen dreitägigen Hüttenaufenthalt in Vorarlberg. Bei der Versammlung stellte der Kreisjägermeister mit Achim Teufel den neuen Hundeobmann vor. Darüber hinaus bietet Eva Veigel mit der Welpenschulung einen neuen Fachbereich in der Hundeausbildung an.

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