Helfer vor Ort wachsen zur größten Gruppe im Landkreis

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Die „Helfer vor Ort“-Gruppe in Veringenstadt nimmt neun neue Mitglieder auf und wird damit zur größten im Landkreis Sigmaringen.
Die „Helfer vor Ort“-Gruppe in Veringenstadt nimmt neun neue Mitglieder auf und wird damit zur größten im Landkreis Sigmaringen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Neun neue „Helfer vor Ort“ haben in Veringenstadt erfolgreich einen Sanitäterkurs absolviert und die entsprechende Prüfung abgelegt. Damit wächst die Einsatzgruppe in Veringenstadt mit ihren 18 Mitgliedern nach eigenen Angaben zur größten im Landkreis Sigmaringen an.

Bei den Helfern vor Ort handelt es sich um gut ausgebildete Ersthelfer aus der Nachbarschaft. Sie überbrücken im Ernstfall die therapiefreie Zeit vom Zeitpunkt des Notrufs bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder Notarztes. Mit dieser rein ehrenamtlichen Tätigkeit übernehmen die Helfer vor Ort eine wichtige Funktion in der Rettungskette.

Seit Dezember 2017 sind die Helfer vor Ort in Veringenstadt aktiv. Seit ihrer Gründung durch Armin Reck vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und Ingo Tobler von der freiwilligen Feuerwehr leisteten sie knapp 100 Einsätze. Die durchschnittliche Ausrückzeit betrug dabei vier Minuten. Damit trafen die Ersthelfer im Durchschnitt fünf Minuten vor dem Rettungsdienst am Einsatzort ein. In Alarmbereitschaft sind die Helfer vor Ort in Veringenstadt rund um die Uhr: 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr.

Für ihren Einsatz hatte die Gruppe in Veringenstadt so viel Zuspruch erhalten, dass sich ihr weitere Einwohner anschließen wollten. Diese neun Teilnehmer starteten am 1. Juni einen neuen Sanitäterkurs. Dieser umfasste einen Ersthilfekurs mit acht Doppelstunden und eine Sanitäsausbildung mit insgesamt 64 Stunden in Theorie und Praxis.

Silke Seehofer sagt „Ja!“

Bei einer Feier anlässlich des Kursabschlusses im Feuerwehrhaus bedankte sich Armin Reck bei allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement und wünscht ihnen für die Zukunft unfallfreie Einsätze. Abgerundet wurde das Fest, an dem auch die Ausbilder und die bisherigen Helfer vor Ort teilnahmen, mit einer etwas anderen Szene fürs Herz: Uli Pfefferkorn nutzte die Gelegenheit, um seiner Partnerin Silke Seehofer einen Heiratsantrag zu machen – zu dem sie „Ja!“ sagte.

Eine Besonderheit, die die Helfer vor Ort in Veringenstadt auszeichnet, ist die Kooperation zwischen DRK und Feuerwehr: Alle Helfer sind Mitglieder in beiden Intuitionen. Um den Zusammenhalt beider Gruppen zu stärken, sind unter anderem gemeinsame Übungen geplant.

Der Schirmherr der Helfer vor Ort, Veringenstadts Bürgermeister Armin Christ, bezeichnet die Gruppe gerne als „Leuchtturm im Lauchertal“. Die Stadt war von Beginn an ein großer Befürworter des Projekts und unterstützte die Helfer vor Ort unter anderem bei der Anschaffung der Erstausrüstung. Diese Unterstützung konnte die Gruppe gut gebrauchen, zumal sie sich ausschließlich durch Spenden finanziert.

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