Evi Clus erhält Bundesverdienstkreuz

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Evi Clus aus Hermentingen erhält die höchste deutsche Auszeichnung.
Evi Clus aus Hermentingen erhält die höchste deutsche Auszeichnung. (Foto: Archiv: Corinna Wolber)
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Das Bundesverdienstkreuz

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird in insgesamt acht Ordensstufen für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Jeder kann die Verleihung des Verdienstordens anregen. Jeder Ordensanregung folgt ein ausführliches Ordensprüfungsverfahren, bei dem festgestellt wird, ob die Voraussetzungen für eine Ehrung vorliegen. Dessen Ergebnisse liefern die Grundlage für die Entscheidung über die Einbringung eines Ordensvorschlags des Ministerpräsidenten beim Bundespräsidenten. Der Bundespräsident entscheidet letztlich über die Ordensvorschläge. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden. Seit der Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland knapp 260 000 Mal verliehen (Stand: Ende 2017).

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Evi Clus das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Obwohl die eigentliche Überreichung des Ordens noch aussteht, hat die Hermentingerin bereits schriftlich von der Verleihung erfahren. Sie habe sich mit herausragenden Leistungen um das Gemeinwohl verdient gemacht, heißt es in dem Brief von Ministerpräsident Winfried Kretschmann an Clus, der öffentlich auf der Internetseite der Krebsberatungsstelle Sigmaringen einzusehen ist.

Evi Clus hat selbst zweimal gegen eine Krebserkrankung gekämpft. Jetzt hilft sie Familien in harten Zeiten. Sie kennt sich mit Ärzten, Versicherungen und psychologischer Betreuung aus, vermittelt Ansprechpartner und begleitet Betroffene zu Gesprächen. Clus ist Gründerin der Angelo-Stiftung, die Familien schwerkranker Kinder unterstützt beziehungsweise Familien mit Kindern, deren Eltern erkrankt sind. Außerdem ist sie die Vorsitzende des Trägervereins der Sigmaringer Krebsberatungsstelle.

„Ich freue mich über die Auszeichnung“, sagt Evi Clus. Sie engagiere sich seit 17 Jahren in der Öffentlichkeit und sei natürlich froh, dass ihr Engagement auch „von oben“ wahrgenommen werde. „Aber es geht nicht um mich als Person, sondern um die Arbeit, die gemacht wird.“ Es sei wichtig, dass die Projekte viel Aufmerksamkeit bekommen, sagt sie und hofft, dass die Auszeichnung weitere Türen für ihre Projekte öffnet. „Auch für die Zeit, wenn ich einmal nicht mehr da bin.“

„Das hat man nicht alle Tage“, sagt Bürgermeister Armin Christ aus Veringenstadt stolz. Er selbst habe den Antrag auf Verleihung des Bundesverdienstkreuzes geschrieben. Dass es nun geklappt hat, freue ihn sehr. „Wenn sie es nicht verdient hat, wer dann?“, fragt er. „Ihr Engagement ist schon etwas ganz Besonderes.“

Die Staatssekretärin des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, wird das Verdienstkreuz an Clus überreichen. Die Verleihung soll mit einer kleinen Feier verbunden werden. Wann und wo der Festakt stattfinden wird, steht noch nicht fest. „Vielleicht zu Hause in Veringenstadt, vielleicht auch in Stuttgart, ich lasse mich da überraschen“, sagt Clus.

Das Bundesverdienstkreuz

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird in insgesamt acht Ordensstufen für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Jeder kann die Verleihung des Verdienstordens anregen. Jeder Ordensanregung folgt ein ausführliches Ordensprüfungsverfahren, bei dem festgestellt wird, ob die Voraussetzungen für eine Ehrung vorliegen. Dessen Ergebnisse liefern die Grundlage für die Entscheidung über die Einbringung eines Ordensvorschlags des Ministerpräsidenten beim Bundespräsidenten. Der Bundespräsident entscheidet letztlich über die Ordensvorschläge. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden. Seit der Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland knapp 260 000 Mal verliehen (Stand: Ende 2017).

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