Fitnessstudio
Andreas Miller kann die Mitglieder des Fitnessvereins endlich wieder beim Training begrüßen. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Beim Fitnessverein Veringenstadt darf wieder trainiert werden. Mit der Abnahme des neuen Anbaus durch das Landratsamt war die Freigabe für den Trainingsbetrieb erfolgt. Gleich am Tag darauf öffnete das Studio für seine Mitglieder. Im neu angebauten Trakt und im komplett sanierten Bestandsbereich stehen ihnen zahlreiche Trainings- und Fitnessmöglichkeiten zur Verfügung.

„Ich war vorher schon sehr zufrieden, jetzt ist es noch besser“, sagt Mitglied Simon Ott, nachdem er seine Trainingseinheit absolviert hat. Auch Andreas Miller, stellvertretender Vorsitzender des Fitnessvereins, ist froh, dass die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen nun auch für Fitnessstudios gelten. Denn der Verein kann seinen Mitgliedern nun auf weiteren 300 Quadratmetern im nagelneuen Anbau tolle Trainingsmöglichkeiten anbieten. Zusätzlich hat der Bestandsbereich eine umfassende Grundsanierung erhalten und steht dem neuen Bereich an Glanz in nichts nach. Verschwunden sind die Geräte, die aus Platzgründen vorher teilweise auf dem Flur standen.

Wie Andreas Miller erläutert, hätte die Abnahme des Neubaus eigentlich schon am 29. Februar stattfinden sollen. Wegen der ersten Vorboten der Corona-Krise sagte das Landratsamt diesen Termin allerdings ab. Die kurz darauf angeordnete Schließung von Fitnessstudios traf den Verein hart, sollten die neuen Räume im Erweiterungsbau doch ab März in Betrieb genommen werden. Den Kopf in den Sand zu stecken sei aber keine Option gewesen, sagt Andreas Miller. Die Schließung sei dazu genutzt worden, um den Bestandsbereich komplett auf Vordermann zu bringen. Beim Aus- und Umräumen sei deutlich geworden, dass auch den bestehenden Räumen eine Renovierung gut tun würde.

Dabei hat der Verein tollen Zuspruch von seinen Mitgliedern erfahren. „Ein Mitglied hat angeboten, die Räume neu zu streichen, weil er wegen Kurzarbeit daheim war und Zeit hatte“, sagt Andreas Miller stolz. Überhaupt hätten die Mitglieder verständnisvoll auf die Einschränkungen reagiert: Wegen der Schließung der Räume habe es keine Kündigungen gegeben. Alle Geräte seien akribisch gereinigt und desinfiziert worden, die Raumaufteilung wurde komplett neu strukturiert. So gibt es jetzt beispielsweise einen Freihantelbereich, in dem sich Hanteln von 500 Gramm bis 50 Kilo befinden. „Das ist vor allem für unsere jüngeren Mitglieder. Da können sie sich so richtig auspowern“, sagt Miller schmunzelnd.

Für die Umsetzung der Hygienevorschriften investierte der Verein 1000 Euro. Überall sind entsprechende Utensilien zur Desinfektion platziert und selbstverständlich wurden die Geräte unter Einhaltung der Abstandsgebote platziert. Jeder Raum weist an der Eingangstür darauf hin, wie viele Personen sich maximal darin befinden dürfen. Eine ausgeklügeltes Belüftungskonzept im Neubau sorgt für optimale Luftverhältnisse.

Der Vorstand um Andreas Miller ist besonders froh, dass die Baukosten von einer halben Million Euro punktgenau eingehalten wurden. Den Handwerkern sprach der Vorsitzende ein großes Lob aus. Alle hätten eine tolle Leistung abgeliefert und gut zusammengearbeitet, sagt er. Miller ist sich sicher: „Wir können jetzt nichts mehr verbessern.“ Der Zulauf bestätigt das. Aktuell gibt es eine Warteliste, die nach und nach abgearbeitet wird. Denn jedes neue Mitglied wird erst einmal intensiv eingearbeitet. Dann stellen ihm die zertifizierten Trainer des Vereins einen individuellen Trainingsplan aus.

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