Drei schottische Bayern auf der Schwäbischen Alb

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Die Hochlandrinder haben sich im Büttnautal gut erholt und genießen die Streicheleinheiten von Siegfried Kloss und Enkel Leon.
Die Hochlandrinder haben sich  gut erholt und genießen die Streicheleinheiten von Siegfried Kloss und Enkel Leon. (Foto: Karl-Otto Gauggel)
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Ein uriger Anblick ist es allemal: Auf einer Hangwiese grasen schon seit Jahren einige Lamas, nun haben sie Gesellschaft bekommen. Vor einiger Zeit sind drei Schottische Hochlandrinder dazu gekommen, die jetzt ebenfalls das Grün genießen.

Die Tiere gehören Nikolai Kloss aus Veringendorf, der diese kleine Weidewirtschaft zusammen mit seinem Vater Siegfried als Hobby betreibt. Vor allem der Senior schaut jetzt im Ruhestand täglich mehrmals nach den Tieren und sooft es möglich ist, vor allem in den Schulferien, begleitet ihn dabei sein Enkel Leon. Beide sind begeistert von den robusten und zutraulichen Rindern mit ihren relativ kurzen Beinen und den charakteristischen Hörnern, die noch deutlich größer werden, wie Leon weiß.

Siegfried Kloss streichelt die trächtige Kuh und erzählt die traurige Vorgeschichte der drei Hochlandrinder. Alle drei stammen nämlich aus einem landwirtschaftlichen Betrieb aus Bayern, dem aus tierschutzrechtlichen Gründen eine Verkleinerung der Herde behördlich angeordnet wurde. Dem Landwirt sei die Arbeit mit den vielen Tieren offenbar über den Kopf gewachsen und die Tiere seien in einem schlechten Zustand gewesen, als sie das Trio übernommen hätten, berichtet Kloss.

Siegfried Kloss und Enkel Leon freuen sich deshalb umso mehr, dass sich die Hochlandrinder auf der Alb mittlerweile so gut erholt haben und auch mit den genügsamen und ruhigen Lamas bestens klarkommen. „Die haben zwar einen Stall, aber dort sieht man sie so gut wie nie“, lacht Siegfried Kloss. Am liebsten seien die „Highlander“ Tag und Nacht und bei jedem Wetter an der frischen Luft. Auch Regengüsse oder Schnee seien für diese gutmütigen und pflegeleichten Rinder überhaupt kein Problem, da ihr langes Fell quasi zweilagig aufgebaut sei und damit für eine perfekte Isolierung sorge. Wenn die zwei zu Fuß oder mit dem Rad die Weidegruppe besuchen, haben sie auch meist einige Leckerbissen dabei und die Hochlandrinder stehen dann schon am Zaun und warten auf die Äpfel oder trockenen Brötchen. Eine Streicheleinheit ist ebenfalls inklusive.

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