Die Herzen tanzen mit den Noten im Takt

Lesedauer: 5 Min
 Helmut Barth vom Verband (links) und Vorsitzender Bernhard Fink (rechts) ehren bei der Musikkapelle Veringenstadt verdiente Mus
Helmut Barth vom Verband (links) und Vorsitzender Bernhard Fink (rechts) ehren bei der Musikkapelle Veringenstadt verdiente Musiker (von links): Martin Heberle, Conny Czopiak und Alfred Heberle. (Foto: Judith Gauggel)
juga

Unter der Leitung von Johannes Bals hat die Stadtkapelle Veringenstadt am Samstagabend zu ihrem Jahreskonzert in die Turn- und Festhalle eingeladen. Des Vorsitzenden Bernhard Finks gestellte Aufgabe für diesen Abend war, sich in die Herzen der Zuhörer zu spielen und sie mit den ausgewählten Stücken zu berühren. Die Auswahl war breitgefächert, es gab sanfte Töne, kräftige, dramatische Schläge, leise Klänge. Die Stadtkapelle konnte die voll besuchte Halle mitreißen und die Herzen tanzten mit den Noten in einem Takt.

Katrin Fink, die auch Saxofon spielte, übernahm die Moderation. Durch ihre Souveränität konnte sie die Zuhörer auf die Werke einstimmen und ihnen zeitgleich ein passendes Bild vor Augen führen. Zu Beginn des Abends spielte die Kapelle „Valhalla“, eine klangvolle Ouvertüre, die aus einem ruhigen und einem kräftigen Teil mit mächtigem Ende, besteht. Gefolgt von „Funky Afternoon“ und „Silver Creek Valley“, das die Jagd nach Silber und Gold beschreibt. Bei „Downtown“ von Tony Hatch wippten die Füße im Takt mit. Dirigent Bals führte seine Musiker gekonnt an und durch sein zusprechendes Lächeln konnten die Zuhörer das gesteigerte Selbstbewusstsein der Spieler von Stück zu Stück hören. „Jubilance“ ist ein Stück voller Energie und Lebensfreude, das durch die leisen und lauten Töne unterstrichen wird. Das Zusammenspiel der Instrumente zeigt, dass Bals und seine Kapelle ein eingespieltes Team sind.

Die Kapelle spielt Stücke von den Beatles und Queen

Nach einer kurzen Pause wurden drei Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit durch Helmut Barth, Bezirksvorsitzender Bezirk I, vom Blasmusikverband Sigmaringen, geehrt: Martin Heberle für zehn Jahre, Conny Czopiak für 40 Jahre und Alfred Heberle für 50 Jahre. „Was wäre ein Maifest ohne Alfred Heberle? Es wäre eine trockene Angelegenheit“, sagte der Vorsitzende Fink lachend.

Der zweite musikalische Teil begann mit „The Best of Beatles“ von „Yesterday“. Über „Obladi Oblada“ sorgte die Kapelle für ein breitgefächertes Repertoire, was dem Publikum sehr gefiel. Mit „Queen in Concert“ hoben sie nochmals das Niveau des Abends an und spielten unter anderem „Mama“, „Another one bites the dust“ oder „We are the champions“. Der Zuspruch des Publikums war ihnen sicher. Die herbstliche Stimmung in „Yellow Mountains“ von Jacob de Haan überzeugte und Kommentare wie „Das war das Schönste bis jetzt“ waren aus den Reihen zu hören. Die Kapelle zeigt hier, dass sie mit beiden Beinen auf dem Boden steht und verankert ist, wie die Alpen in dieser lyrischen Komposition.

Vor dem letzten Stück wurden fünf neue Gesichter vorgestellt: Vanessa Steinhart, Alina Walz, Lara Cigan, Marlene Gläser und Saskia Walz. Diese Fünf spielen Flöte, haben im Sommer ihre D1-Prüfung bestanden und gehören jetzt aktiv der Stadtkapelle an. „Musizieren verbindet Generationen“, sagte Fink. Der „Prager Marsch“ war das angedachte Abschiedsstück. Die Stadtkapelle überzeugte ihre Zuhörer von ihrem Programm, indem sie zwei weitere Zugaben spielte. Finks zu Anfang gestellte Aufgabe wurde erfüllt: Sich in die Herzen der Zuhörer zu spielen und sie mit den ausgewählten Stücken zu berühren.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen