Bilder voller Ausdruck, die nachdenklich machen

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 Fotografin Hanna Sprißler (Zweite von links) zeigte erstmals ihre Werke. Im Bild ist sie hier mit ihrem Vater Gerhard Sprißler
Fotografin Hanna Sprißler (Zweite von links) zeigte erstmals ihre Werke. Im Bild ist sie hier mit ihrem Vater Gerhard Sprißler (links), Kunst- und Tanzpädagogin Regine Autenrieth (Zweite von rechts) und Sängerin Janina Vöhringer. (Foto: Sabine Rösch)
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Neben den Heimbewohnern sind am Sonntag viele weitere Gäste in das Trochtelfinger Pflegeheim Servicehaus Sonnenhalde gekommen, um der Vernissage von Hanna Sprißler beizuwohnen. Die Fotografin, die erstmals ihre Werke zeigt, führte selbst durch die Ausstellung über drei Stockwerke und ließ die Besucher an der Entstehungsgeschichte zum jeweiligen Exponat teilhaben.

Dass die seit zwei Jahren selbstständige Fotografin, die auch sehr viel mit der Videografie arbeitet, eine öffentliche Ausstellung machen würde, hatte die junge Frau selbst gar nicht geplant. Die Idee sei von Richard Wolfframm gekommen, Inhaber vom Servicehaus Sonnenhalde, der neben dem Standort Trochtelfingen sechs weitere Standorte zwischen Stuttgart und dem Bodensee betreibt. Hanna Sprißler hatte für das Unternehmen einen Imagefilm produziert.

Das Interesse vom kunstaffinen Wolfframm war geweckt, nachdem er einen Einblick in die Fotografien erlangte, zumal sein Haus im Alltag einen großen Schwerpunkt auf Kunstprojekte legt. Die Kunst- und Tanzpädagogin Regine Autenrieth, die zahlreiche Generationenprojekte begleitet und regelmäßig Ausstellungen in den Häusern organisiert, war gleichermaßen begeistert von der Idee einer Ausstellung. So konnte auch Hanna davon überzeugt werden und die Vorbereitungen liefen an.

Am Sonntag war es dann soweit, gut 50 Exponate, vom Zigarre-rauchenden kubanischen Greis oder der afrikanischen Elefantenherde bis hin zum schwäbischen, lichtdurchfluteten Tannenwald, vom besonderen Hochzeitsbild über das Babyporträt bis hin zum geliebten Vierbeiner, jedes Bild beinhaltet eine ganz besonders starke Aussage und lädt zum Nachdenken ein. In ihrer Ansprache zur Eröffnung meinte die Kunstpädagogin Regine Autenrieth, dass sie sich freue, die Flure der Einrichtung durch die Kunstwerke zur Straße der Begegnung und der Kommunikation zu machen. „Knipsen kann jeder, aber nicht jeder kann beobachten und den Moment so festhalten, wie es Hanna kann“, so die Kunstpädagogin.

Leidenschaft für Fotografie

Gerhard Sprißler, Vater der Fotografin, skizzierte während der Veranstaltung den Weg seiner Tochter nach. Da Hanna ein abgeschlossenes Studium im Foodmanagement hatte, hielt sich die Begeisterung der Eltern zunächst in Grenzen, als Hanna eröffnete, dass sie ihre große Leidenschaft der Fotografie und der Videografie zum Hauptberuf machen wolle. Ob sie das nicht zunächst im Nebenberuf machen wolle, lautete der Vorschlag der Eltern. Doch Hanna überzeugte ihre Eltern schnell, denn sie war sich ihrer Sache sicher und ihre Leidenschaft für die Fotografie wuchs immer weiter. Ehrgeizig und zielsicher brachte sie sich viele wichtige Details im Selbststudium weiter, nahm an zahlreichen Aus- und Fortbildungen bei renommierten Fotografen teil, lernte zu filmen und zu schneiden. Zahlreiche Preise bei Fotowettbewerben bestätigten Hanna, sie machte sich selbstständig.

Die Vernissage wurde von einer weiteren, tollen Nachwuchskünstlerin musikalisch umrahmt. Janina Vöhringer aus Trochtelfingen hat schon einen eigenen Song produziert und die Vernissage mit ihrer klaren Stimme und einer passenden Liedauswahl bereichert.

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