Feiern gemeinsam den Kursabschluss im Haus Beil (von links): hintere Reihe: Irmgard Schüle, Edeltraud Haug, Waltraud Callembach
Feiern gemeinsam den Kursabschluss im Haus Beil (von links): hintere Reihe: Irmgard Schüle, Edeltraud Haug, Waltraud Callembach und Mirjam Klein; vordere Reihe: Agnes Stroppel, Eva Hettich, Irmgard Straub-Riedler und Christina Heinemann. (Foto: Caritas)
Schwäbische Zeitung

Ihren Abschluss beim Kurs „Häusliche Pflege“ haben der Sozialstation St. Heimerad haben sieben Frauen gemeinsam gefeiert.

Eine Teilnehmerin pflegt ihren Schwager, eine andere ihre Mutter, manche sind derzeit nicht in der Pflege eines Angehörigen eingebunden und auch wer sich für die Zukunft wappnen wollte, der war beim Kurs „Häusliche Pflege“ der Außenstelle der Sozialstation St. Heimerad Meßkirch gut aufgehoben. Mehrere Abende hatte man sich mit Kursleiterin Mirjam Klein im Haus Beil getroffen, um sich Rüstzeug für einen anstrengenden Alltag zu holen. Jetzt wurde der Abschluss gefeiert und zurückgeblickt.

„Es war ganz toll“, sagt Waltraud Callembach, die ihren hochgradig dementen Vater versorgt. Sie hat eine ganze Menge Neues erfahren und fühlt sich jetzt besser für ihre Aufgabe gerüstet. Auch Christine Heinemann, eine Krankenschwester in Rente war mit dabei. Sie pflegt ihren Mann und hat, obwohl vom Fach, noch eine ganze Menge dazulernen können. Ihr haben besonders auch die vielen Informationen zum Thema Pflegeversicherung geholfen. Hier ging es aber nicht nur darum, neue Kenntnisse zu erwerben, sondern man durfte durchaus auch mal lachen. Und man konnte das Gefühl mit nach Hause nehmen, dass man nicht alleine ist. Eine Teilnehmerin hatte vor einigen Jahren ihre Schwiegereltern gepflegt. „Damals gab es einen solchen Kurs noch nicht“, erinnert sie sich. Hilfe gab es von den Schwestern der Sozialstation, aber so ein Kurs, der habe eine ganz andere Qualität. Auch deshalb, weil hier der Austausch ein ganz wichtiges Element ist.

Am Abschlussabend war man sich einig: „Wenn es so ein Angebot gibt, dann sollte man es auch nutzen.“ Und die vielen Informationen aus der Pflegepraxis seien eine ganz wichtige Hilfe. Man beobachte jetzt ganz anders und könne so auch die Bedürfnisse des zu Pflegenden ganz anders einschätzen und entsprechend darauf reagieren.

Großes Lob gab es für Kursleiterin Mirjam Klein. So manche Teilnehmerin überlegt sich, den Kurs zu wiederholen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen