Hundeattacke löst psychisch belastenden Sondereinsatz aus

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Auf diesem Fußweg ereignete sich am 31. Mai 2017 die tödliche Attacke eines Kangals auf eine Seniorin.
Auf diesem Fußweg ereignete sich am 31. Mai 2017 die tödliche Attacke eines Kangals auf eine Seniorin. (Foto: Benno Schlagenhauf/dpa)
Schwäbische Zeitung
Karl-Peter Neusch

Die Freiwillige Feuerwehr Frohnstetten hat ihre Hauptversammlung abgehalten. Dabei sprachen sie über die Ereignisse des vergangenen Jahres. Neben mehreren technischen Hilfeleistungen hatten die Wehrmänner im Zusammenhang mit der tödlichen Hundeattacke Ende Mai 2017 auch einen gleichermaßen tragischen wie psychisch äußerst belastenden Sondereinsatz zu bewältigen, sagte Abteilungskommandant Peter Schneider.

Die anforderungsreichen Aufgabenstellungen des Jahres seien von seinen Wehrmännern dank des hervorragenden Ausbildungsstandes bestens gelöst worden. Die zahlreichen realitätsnahen Einsatzübungen, die während des ganzen Jahres stattfanden, sowie die hohe Motivation der Abteilung hätten sich einmal mehr ausgezahlt. Selbst als bei einer Übung die Kreiselpumpe am 47 Jahre alten Feuerwehrfahrzeug ihren Geist aufgab und eine Instandsetzung aus Kostengründen nicht infrage kam, ließ man beim Frohnstetter Kommando die Köpfe nicht hängen. Man machte sich gleich fieberhaft auf die Suche nach einer Alternative. Nach drei Wochen intensiver Suche und dank der unbürokratischen Entscheidungsfindung mit dem Gesamtkommando und der Gemeindeverwaltung konnte der Kauf eines bestens erhaltenen gebrauchten LF-16-Fahrzeugs unter Dach und Fach gebracht werden. Die notwendigen Umbaumaßnahmen wurden von einigen technisch versierten Kameraden selbst durchgeführt, sodass jetzt nur noch die Installation der Umfeldbeleuchtung offen ist.

Seitens der Wehrmänner wurde zudem angeregt, im Gerätehaus einen festen Druckluftanschluss einzurichten, um das Bremsensystem des Löschfahrzeuges betriebsbereit zu halten und so ein schnelles Ausrücken zu ermöglichen. Der stellvertretende Abteilungskommandant Patrick Beil bestätigte diesen Sachverhalt. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das minutenlange Warmlaufenlassen des Fahrzeugs zu einer starken Verrauchung im Gerätehaus und im Bereich der Umkleideräume führe, was zweifelsohne auch ein Gesundheitsrisiko für die Wehrmänner darstelle.

Nach dem Schriftführerbericht von Hermann Löffler konnte Kassierer Christian Hahn von einer erfreulichen Entwicklung der Abteilungsfinanzen berichten. Nicht zuletzt der gute Erfolg des Feuerwehrhocks im Sommer habe zu dem positiven Gesamtergebnis maßgeblich beigetragen.

Sowohl Ortsvorsteher Johann Seßler als auch Gesamtkommandant Wolfgang Neusch zollten den Frohnstetter Wehrmännern Respekt und Anerkennung für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit. Ihr Dank galt vor allem auch den Kameraden, die sich zusätzlich bei der Stettener Jugendfeuerwehr als Ausbilder und Betreuer engagieren.

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