Die Gemeinde Stetten kauft Defibillatoren.
Die Gemeinde Stetten kauft Defibillatoren. (Foto: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung der Anschaffung von Defibrillatoren zugestimmt. Einer wird künftig in der Alemannenhalle für Notfälle zur Verfügung stehen, der andere soll im Schalterraum der Sparkassenfiliale angebracht werden. Bei letzterem beteiligt sich die Sparkasse zur Hälfte an den Kosten.

Die CDU- und die ILS-Fraktion haben über Gemeinderat Günther Töpfer bei der Verwaltung einen Antrag auf Anschaffung eines Defibrillators für die Alemannenhalle eingereicht und darum gebeten, diesen Antrag dem Gemeinderat zur Entscheidung vorzulegen, hatte Bürgermeister Maik Lehn zuvor erläutert. Da der bisher schon in der Alemannenhalle vorhandene Defibrillator nicht im Eigentum der Gemeinde steht, zudem das Gerät bei öffentlichen Veranstaltungen nur schwer zugänglich ist, hatten die Fraktionen diesen Umstand zum Anlass genommen, diesen Antrag zu stellen.

Wie Töpfer deutlich machte, steht in Stetten am kalten Markt bisher nur ein solches Gerät öffentlich zur Verfügung. Dieses befindet sich im Eingangsbereich der Volksbankfiliale in der Hauptstraße, wo es erst kürzlich auf Antrag der Verwaltung hinverlegt worden ist. Bisher war er im Schalterraum der Bank angebracht, wo er jedoch nur während der Öffnungszeiten zugänglich war.

Im Zuge dessen hat die Verwaltung auch mit der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch gesprochen und dort angefragt, ob nicht auch im Eingangsbereich der Stettener Filiale in der Lagerstraße ein Defibrillator aufgestellt und hierdurch das Hilfsangebot für Notsuchende erweitert werden kann. Wie Lehn sagte, haben die Verantwortlichen der Sparkasse neben ihrem Einverständnis zur Aufstellung eines Defibrillators auch ihre Zustimmung gegeben, eine Neuanschaffung zu 50 Prozent finanziell zu unterstützen.

DRK empfiehlt Gerät

Auch habe die Verwaltung das DRK zu Rate gezogen, da die Aktiven des DRK die meiste Erfahrung mit Geräten zu Herzrhythmusstimulation haben. Die Rettungsfachleute haben dann den aus ihrer Sicht am geeignetsten „Defibrillator-Set Zollaed Plus“ empfohlen. Sie begründeten ihre Wahl unter anderem damit, dass das Gerät nicht der sicherheitstechnischen Kontrollpflicht unterliegt, unter die aktive Medizinprodukte alle zwei Jahre fallen. Dieses Gerät sei davon befreit. Außerdem brauchen die Batterien und Elektrode bei Nichtbenutzung nur alle fünf Jahre ausgetauscht werden. Dazu kommt, dass keine Spezialbatterien benötigt werden, sondern handelsübliche Lithiumbatterien ausreichen. Bei diesem Gerät kann ein Spezialelektrodensatz verwendet werden, mit dem fast nichts falsch gemacht werden kann und das zudem noch die Herzdruckmassage qualitätsüberwacht. Wie der Bürgermeister weiter ausführte, hat der Landkreis Sigmaringen schon etliche dieser Geräte in Gebrauch und Übungsgeräte dieses Typs angeschafft, so dass der DRK-Kreisverband eine gerätespezifische Unterweisung der Bevölkerung möglich machen kann. Eines dieses Defibrillatorensets kostet mit einem Wandschrank 2119 Euro, so dass der Rat abzüglich des Sparkassenanteils den Kosten von rund 3180 Euro zustimmte.

Die Anregungen der Ortsvorsteher, die Ortsteile nicht zu vergessen, wurde vom Gremium zwar wohlwollend zur Kenntnis genommen, muss aber erst einmal verschoben werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen