Mit dem Lied: „Gott, Du bist immer da“ verzauberten die Kinder ihre Zuhörer in der Kirche.
Mit dem Lied: „Gott, Du bist immer da“ verzauberten die Kinder ihre Zuhörer in der Kirche. (Foto: sz)
Schwäbische Zeitung

Mit der offiziellen Einweihung des neugestalteten Katholischen Kindergartens „Arche Noah“ und dem frisch sanierten Haus der Begegnung (HDB) hat in Stetten eine dreijährige Planungs- und Bauphase ihren Abschluss gefunden.

In einem ökumenischen Gottesdienstes, den Pfarrer Edwin Müller gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Evangelischen Kirchengemeinderates Stephan Spillecke zelebrierte, bedankte sich der katholische Geistliche bei allen Beteiligten. Ein Projekt, das man in Kooperation mit anderen umsetze, bedürfe nicht nur viel Abstimmung, enger Zusammenarbeit, Vertrauen, Herzblut und Engagement aller Mitwirkenden: „Hier muss bei allen auch die innere Einstimmung passen“, betonte Müller, weswegen sein Dank „keine lästige Pflicht, sondern ein von Herzen kommendes Vergelt’s Gott sei.

Bürgermeister Maik Lehn betonte, dass die Erweiterung des Kindergartens nicht nur wegen rechtlicher Veränderungen im Bereich der Kinderbetreuung unumgänglich war, sondern auch der erfreulich hohen Geburtenrate geschuldet sei. Weil mit der parallelen Sanierung des HDB auch ein lang gehegter Wunsch vieler Erwachsener in Erfüllung gehe, sei die Freude umso größer, zumal das Gebäude seinen Charme beibehalten habe. Lehn zeigte die finanziellen Dimensionen auf, die die Gemeinde jährlich für die Kinderbetreuung in die Hand nehme und versicherte, dass dieses Thema in Stetten auch in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehme. Die Kosten der gesamten Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Auf den Kindergartentrakt entfallen davon rund 800 000 Euro, wovon die politische Gemeinde – nach Aussage von Bürgermeister Maik Lehn – rund 560 000 Euro zu tragen hat. Nach Abzug entsprechender Zuschüsse bleiben am Gemeindehaushalt rund 270 000 Euro hängen. Pfarrgemeinde und Diözese müssen Gesamtkosten von rund 640 000 Euro aufbringen.

Kindergartengeschäftsführerin Ina Brehm und ihre für die Liegenschaftsverwaltung zuständige Kollegin Margarete Knisel ließen im Wechsel die planerischen und baulichen Vorgaben für Kindergarten und HDB Revue passieren, durch deren Umsetzung – nach Aussage von Brehm – ein Mehrwert für die politische und die Pfarrgemeinde geschaffen worden sei. „Das HDB ist durch den Umbau noch mehr zu einem Haus der Begegnung geworden“, meinte Knisel, sprach von einer klassischen „Win-Win-Situation“ und kam zu dem Schluss, dass sich der Einsatz für alle gelohnt habe. Dem pflichtete auch Architekt Lukas Hahn bei, der an die unzähligen Knackpunkte erinnerte, die planerisch unter einen Hut zu bringen waren. „Zündende Idee“ sei es schließlich gewesen, beide Gebäude durch einen Zwischenbau zu verbinden und eine multifunktionelle Nutzung der Räumlichkeiten anzustreben. Hahn zeichnete seine planerischen Gedanken nach, wonach sich der neue Zwischenbau harmonisch in das Gesamtgebilde einfügen, transparent und hell, sowie barrierefrei zugänglich sein sollte. „Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen“, sagte er und brachte damit die vielen Lobesworte auf den Punkt, die ihm selbst zuteil geworden waren. Im Anschluss wurden die neuen Räumlichkeiten von den Kindern und den Gästen in Beschlag genommen. Bei musikalischer Unterhaltung durch das Collegium Musicale sowie mit Lied- und Spielvorführungen der Kinder wurde das Ereignis gebührend gefeiert.

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