Beatrix Speker

Die Freiwillige Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr Sigmaringendorf haben ihre Hauptübungen an zwei anspruchsvollen Objekten gemeistert. Ausgangslage war, dass bei Reparaturarbeiten im Generatorenbereich des alten E-Werks durch einen heiß gelaufenen Generator Feuer ausgebrochen war. Ein Monteur wurde noch im Gebäude vermisst, der zweite konnte sich mit schweren Brandverletzungen ins Freie retten. Durch die starke Rauchentwicklung, die auch die Rettungsmaßnahmen erschwerte, wurden die Wohnungen oberhalb ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen; zwei Personen mussten im Treppenhaus gerettet werden.

Mit vier Fahrzeugen rückte die Feuerwehr Sigmaringendorf an, mit der Drehleiter stießen die Wehrmänner aus Sigmaringen dazu. Außerdem war das örtliche DRK in Kooperation mit den Helfern der Malteser Sigmaringen im Einsatz. Zunächst wurde der umherirrende Monteur von DRK und Maltesern versorgt und in Sicherheit gebracht. Mit der Wärmebildkamera stieß dann der Angriffstrupp ins Gebäude vor, um die vermisste Person zu suchen. Währenddessen wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um die eingeschlossenen Personen im Obergeschoss zu retten. „Gebäude rauchfrei, Innenbesichtigung“: Das gab der Einsatzleiter an den Moderator der Übung, Mario Schlopschnat, weiter.

Vor der Übung der Aktiven zeigte die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Jugendwart Stefan Kortmann ihr Können. Die Übungsannahme gab vor, dass ein Auto nach einem Unfall an einem Baum an einer Böschung mit Mauer stand. Die Fahrerin war eingeschlossen und die Bodenwanne des Pkw aufgerissen. Außerdem bestand die Gefahr, dass Öl in die Kanalisation läuft. Elias Mayer von der Jugendfeuerwehr leitete als Gruppenführer die 18 jungen Feuerwehrleute an. Das Fahrzeug wurde abgesichert, die verletzte Person geborgen und versorgt. Eine weitere Gruppe sorgte dafür, dass das auslaufende Öl nicht in die Kanalisation gelangen konnte. Mit Sachverstand wurden alle Aufgaben gemeistert. Das Publikum honorierte dies mit kräftigem Applaus.

Anschließend trafen sich alle Übungsteilnehmer zur Aussprache im Foyer der Donau-Lauchert-Halle. Zuvor hatte Bürgermeister Philip Schwaiger aber noch die Gelegenheit, seine neue Heimat von oben zu betrachten. Die Freiwillige Feuerwehr Sigmaringen war mit der Drehleiter vor die Halle gefahren und bot ihm und anderen Interessierten die Möglichkeit, hoch hinauf zu steigen. Der Erste Dank von Kommandant Ivo List galt anschließend der Jugendfeuerwehr, die ihre Aufgaben „vorbildlich und sicher gemeistert“ habe. „Meine 42 Wehrmänner und die einzige Wehrfrau machen mich glücklich, stolz und stark, ich kann mich auf sie verlassen“, sagte er zu seinen Aktiven.

Bürgermeister Schwaiger zollte der Feuerwehr ebenfalls seinen respekt. „Die Feuerwehr steht für Rettung und Schutz und bietet ein sicheres Gefühl für die Gemeinde“, sagte er. „Die Aufgaben sind gewachsen und werden vielseitiger. Es werden immer mehr Fachwissen und Engagement gefordert.“

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