Spitzen-Slammer unter dem Sternenhimmel in Sigmaringendorf

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 Andreas Rebholz moderiert den Poetry Slam.
Andreas Rebholz moderiert den Poetry Slam. (Foto: Celina Fels)
Schwäbische Zeitung

Ein Mensch, ein Mikrofon und sechs Minuten Zeit. Keinerlei Hilfsmittel außer einem Textblatt und nur die eigene Stimme und Sprache, um das Publikum von sich zu überzeugen – das ist Poetry Slam in Reinform. 2018 war diese Kunstform erstmals unter dem Sternenhimmel der Waldbühne Sigmaringendorf zu erleben.

Der Erfolg war überwältigend und noch am gleichen Abend beschlossen Veranstalter und Organisatoren: Das wird wiederholt. Jetzt ist es soweit. Am Freitag, den 23. August, findet um 20 Uhr die Neuauflage statt.

Mit Andreas Rebholz verfügt Sigmaringendorf über einen erfahrenen Slammer, der in der Szene bestens vernetzt ist und schon im vergangenen Jahr ein erlesenes Teilnehmerfeld nach Sigmaringendorf lotsen konnte. Rebholz, in seiner Jugend selbst Spieler auf der Waldbühne, ließ auch in diesem Jahr wieder seine Kontakte spielen und versprach „die besten Poeten Deutschlands“ auf die Waldbühne zu bringen.

Slammer waren alle für deutsche Meisterschaften qualifiziert

Mit Nik Salsflauen (baden-württembergischer Meister 2014, deutscher Vizemeister 2016), Marvin Ruppert (dreifacher hessischer Meister), Florian Wintels (zweimal Landesmeister von Niedersachsen und Bremen) und vielen anderen hochdekorierten Slammern, die allesamt bereits für deutsche Meisterschaften qualifiziert waren, erwartet das Publikum hochklassige Unterhaltung.

Ob lustig, spannend, nachdenklich, kritisch – beim Poetry Slam gibt es keine inhaltlichen Vorgaben, entscheidend ist, was dem Publikum gefällt. Denn der Sieger wird nach dem Auftritt anhand der Publikumsreaktionen ermittelt.

Die Moderation des Abends übernimmt Rebholz, der 2016 mit dem Kleinkunstpreis des Landkreises Sigmaringen ausgezeichnet wurde.

Waldbühnenstücke kommen in diesem Jahr besonders gut an

Schon eine Woche vorher, am Freitag, 16. August, startet die Waldbühne in die zweite Saisonhälfte mit den verbliebenen sechs Aufführungen des „Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Dieses Stück findet beim Publikum bisher besten Anklang, sämtliche Abendvorstellungen bis Saisonende sind bereits ausverkauft, Karten gibt es derzeit noch für die beiden Sonntagsvorstellungen, jeweils um 14:30 Uhr am 25. August und am 1. September. Die Spielzeit des Kinderstücks „Michel in der Suppenschüssel“ ging bereits am 28. Juli mit einem hervorragenden Gesamtergebnis von 10 116 Zuschauern und damit einer hundertprozentigen Auslastung zu Ende.

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