Sig’dorfer packen bei Kirchenrenovierung mit an

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 Magnus Brodmann (Leiter der Ministranten) und Pfarrer Ekkehard Baumgartner beim Entfernen der alten Bodenplatten
Magnus Brodmann (Leiter der Ministranten) und Pfarrer Ekkehard Baumgartner beim Entfernen der alten Bodenplatten (Foto: Kersten Hamann)
Kersten Hamann

Schon von Weitem ist das laute Knattern der Borhämmer aus der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Sigmaringendorf zu vernehmen. Am Samstag startete ein bereits lang angekündigtes Projekt des Baufördervereins Sigmaringendorf, bei dem jeder Freiwillige bei der Renovierung der Kirche mit anpacken konnte. Ausgestattet mit Schaufeln, Schubkarren und vor allem mit Borhämmern wurden die Steinplatten und der darunter liegende Estrichboden entfernt. „Die Resonanz auf diese Aktion ist super. So viele helfende Hände dabei zu haben, ist einfach nur toll. Außerdem macht die Arbeit riesig Spaß“, sagt Pfarrer Ekkehard Baumgartner, der selbst voll im Einsatz war.

„Die Arbeit macht Spaß. Außerdem hat mir die alte Kirche nicht so gefallen,“ antwortet der 16-jährige Magnus Brodmann, Leiter der Ministranten in Sigmaringendorf, auf die Frage, warum er bei der Kirchensanierung helfe. „Ich finde, dass trotz der großen Umbrüche in allen Bereichen die Kirche vor Ort erhalten bleiben muss. Hier ist es wichtig, dass man sich persönlich einbringt. Kirche muss attraktiv bleiben,“ sagt Wolfgang Metzger vom Pfarrgemeinderat Sigmaringen und vom Gemeindeteam Sigmaringendorf.

Vor der Kirche werden die abgetragenen und noch in einem Stück befindlichen Platten fein säuberlich aufgestapelt und vom Rest des Bauschutts getrennt. Hier hat man bereits eine Idee für die weitere Verwendung der noch intakten Bodenplatten. Die Platten könnten gegen eine Spende an Interessierte abgegeben werden, um die Gesamtkosten für die Renovierung zu senken. „So ein paar Trittplatten im eigenen Garten würden sich da vielleicht gar nicht schlecht machen“, sagt Baumgartner. Neben den Arbeiten am Boden wurde die alte Wendeltreppe zur Empore entfernt. Mit Stolz zeigt Wolfgang Holl, Leiter der Arbeitsgruppe Kirchenrenovierung, eine Flaschenpost, die im Jahr 1964 in die Wendeltreppe eingebaut wurde. Hier hat sich der Schmiedemeister Eugen Abt nach dem Bau mit einer Festbierflasche der Hirschbrauerei Honer aus Wurmlingen verewigt. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wird die alte Wendeltreppe durch eine neue Winkeltreppe ersetzt.

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