Wer von der Krauchenwieser Straße in die Hauptstraße einbiegen will, wartet unter Umständen lange auf eine Lücke.
Wer von der Krauchenwieser Straße in die Hauptstraße einbiegen will, wartet unter Umständen lange auf eine Lücke. (Foto: Corinna Wolber)

Der Fußgängerüberweg in der Ortsmitte von Sigmaringendorf bekommt eine Ampel. Auf der Wunschliste des Rathauses stand eine Bedarfsampel für Fahrzeuge – diese soll vor allem denjenigen das Linksabbiegen erleichtern, die von der Krauchenwieser Straße in die Hauptstraße abbiegen wollen. Derzeit steht man sich dort unter Umständen die Beine in den Bauch. Nun wird es gleich mehrere Ampeln geben, die miteinander verschaltet sind. Bürgermeister Alois Henne bewertet die Installation einer Fußgängerampel positiv: „Das bringt zusätzliche Sicherheit“, sagt er.

Fußgänger müssen sich darauf einstellen, dass sie mit Einführung der Ampel an dieser Stelle prinzipiell immer Rot haben. „Auf beiden Straßenseiten wird eine Ampel stehen“, sagt Frank Dreher, stellvertretender Fachbereichsleiter Straßenbau im Landratsamt. Wer die Straße überqueren möchte, muss drücken. Der fließende Verkehr auf der Straße bekommt Rot, und die Fußgänger-ampel schaltet auf Grün. Ebenfalls Rot bekommen die Autofahrer, wenn an der Einmündung Krauchenwieser Straße jemand wartet, der in die Hauptstraße einbiegen möchte. Das wird von einer Kontaktschleife erfasst.

Den Wunsch, eine Ampel zu installieren, gibt es schon lange

Da die Einmündung aus Richtung Sigmaringen aber ein ganzes Stück vor dem Fußgängerüberweg liegt, werden auf dieser Straßenseite der B32 zwei Ampeln installiert. Eine dient dazu, den Abbiegern Platz zu verschaffen. Sie muss vor der Einmündung aufgestellt werden. Die andere kommt an den Fußgängerüberweg. Aus Richtung Scheer ist nur eine Ampel erforderlich, sie kommt auf dieser Seite vor den Fußgängerüberweg.

Grünes Licht vom Landratsamt gab es für die Ampelanlage bereits vor ziemlich genau einem Jahr. Im Juli 2015 überbrachte Bürgermeister Alois Henne dem Gemeinderat die frohe Botschaft, dass Sigmaringendorf die Bedarfsampel bekommt. Getan hat sich seitdem zwar auf den ersten Blick nichts. „Aber wir liegen verhältnismäßig gut in der Zeit“, sagt Sabine Stark, Pressesprecherin des Landratsamts. Der Bund, der die Kosten für die Ampel übernimmt, habe die Mittel in Höhe von rund 65000 Euro im März dieses Jahres zur Verfügung gestellt. „Für die Anschaffung und Installation läuft derzeit die Ausschreibung“, sagt sie. Nach Erteilung des Zuschlags werde die Baufirma die Maßnahme genauer planen. „Die Ausführung, also die Installation der Ampel und der Einbau von Induktionsschleifen, ist für den Herbst vorgesehen.“

Den Wunsch, an der Einmündung eine Bedarfsampel zu installieren, hat die Gemeindeverwaltung schon lange. „Wir sind ja auch alle persönlich betroffen“, sagt Henne. „Viele Einwohner der Gemeinde fahren mehrmals täglich dort entlang.“ Bereits im Oktober 2014 wurde deshalb von der Straßenbauverwaltung in Überlingen eine entsprechende Verkehrszählung durchgeführt. „Das Ergebnis war, dass alle Voraussetzungen für die Ampel erfüllt sind“, sagt Henne.

„Zuständig für die Entscheidung, ob eine Ampel installiert wird, war das Regierungspräsidium Tübingen“, sagt Sabine Stark. Nachdem diese gefallen sei, habe das RP dem Fachbereich Straßenbau im Landratsamt die Planung und Ausführung der Maßnahme übertragen – vorbehaltlich der Zuweisung der Mittel. „Daraufhin haben wir im Herbst 2015 umgehend ein Ingenieurbüro mit der Vorplanung der Maßnahme beauftragt“, sagt Stark.

Das lange Warten an der Einmündung hat also bald ein Ende. Viele Autofahrer wird’s freuen, zumal für die Zeit der großräumigen Umleitung wegen der gesperrten Gögginger Ortsdurchfahrt derzeit mehr Verkehr durch Sigmaringendorf rollt als sonst.

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