Würdigung für herausragendes Engagement: Regierungspräsident Klaus Tappeser verleiht Altbürgermeister Alois Henne im Foyer der D
Würdigung für herausragendes Engagement: Regierungspräsident Klaus Tappeser verleiht Altbürgermeister Alois Henne im Foyer der Donau-Lauchert-Halle die Staufermedaille des Landes. (Foto: Corinna Wolber)
Schwäbische Zeitung

Die Liste von Alois Hennes Engagement ist extrem lang. Schon vor seiner Zeit in Sigmaringendorf übernahm er in seiner Heimatgemeinde Obernheim im Zollernalbkreis Führungsverantwortung in verschiedenen Vereinen, in der CDU, im Kirchengemeinderat und in der Kommunalpolitik. In Sigmaringendorf war er allein 22 Jahre lang DRK-Vorsitzender und ist seit 25 Jahren Vorstandsmitglied im Sozialen Förderverein. Auch überörtlich war und ist Alois Henne vielfach aktiv und übernahm etliche Ämter und Funktionen. Bei der Volksbank Bad Saulgau (früher Raiffeisenbank Sigmaringendorf) ist er seit 1981 Aufsichtsrat, ebenso bei den Kliniken im Landkreis Sigmaringen. Im Kreisverband Sigmaringen der Vereinigung baden-württembergischer Bürgermeister ist er seit 2017 Vorsitzender, im Verein Freunde der Erzabtei Beuron seit Oktober Vorstandsmitglied und in dieser Funktion für Bauprojekte zuständig. Alle Listen ließen sich fortsetzen.

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Regierungspräsident Klaus Tappeser hat Altbürgermeister Alois Henne am Donnerstagabend die Staufermedaille des Landes überreicht. Damit wurde unter stehenden Ovationen der zahlreichen geladenen Gäste im Foyer der Donau-Lauchert-Halle dessen jahrzehntelanges ehrenamtliches, bürgerschaftliches und gesellschaftliches Engagement gewürdigt, das weit über das Normalmaß hinaus reichte und bis heute reicht.

„Es braucht schon drei Einladende, wenn man so einen Mann ehren will“, sagte Tappeser in seiner Rede. Der Regierungspräsident war es auch gewesen, der Henne beim Ministerpräsidenten für die Staufermedaille vorgeschlagen hatte: „Es war ein Leichtes, ihn zu überzeugen.“ Breite Unterstützung für diesen Vorschlag kam von Bürgermeister Philip Schwaiger und Landrätin Stefanie Bürkle. „Wir freuen uns mit dir über die Anerkennung deines Wirkens, die du wahrlich verdient hast“, sagte Schwaiger in seiner Begrüßung. „Mit deinem Engagement, deiner Zielstrebigkeit, deiner Kompetenz und Erfahrung konntest du viel bewirken.“ Dabei sei stets zu merken gewesen, „dass es dir um die Sache geht und nicht um dich selbst“.

Der Landtagsabgeordnete Klaus Burger sprach stellvertretend für den verhinderten Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß. „Vor einem Jahr haben wir Sie hier in den Ruhestand verabschiedet“, sagte er. „Aber Ihre vielen Ehrenämter zeigen deutlich, dass der Mensch Alois Henne weit mehr tut als von ihm verlangt wird.“ Henne sehe sich der Gemeinschaft verpflichtet und setze sich stets für sie ein.

Stefanie Bürkle fokussierte sich in ihrem Grußwort auf die vielen persönlichen Begegnungen mit Alois Henne, der ihr „als Stellvertreter treu dient und mir eine echte Stütze ist“. Sie berichtete von der ersten Barbarafeier ihrer Amtszeit bei Zollern. „Ich wusste nicht, was mich dort erwartet“, sagte sie. Henne habe ihr aber galant über „eine Stolperfalle geholfen, die für mich bereit gelegen hätte: Er hatte das Hohenzollernlied dabei, sodass ich auch nach der ersten Strophe noch mitsingen konnte“. Henne sei ein echtes Vorbild, „Sie haben sich immer in die Pflicht nehmen lassen und sich nie geschont“, sagte Bürkle. Gleichzeitig habe er immer den Willen zur Gestaltung gehabt und dabei die Menschen nie außer Acht gelassen.

„Die Politik liegt in den Genen“

Bernd Mangold, Vizepräsident des Gemeindetags Baden-Württemberg und in dieser Funktion Hennes Nachfolger, war ebenfalls voll des Lobes. „Wenn einer die Staufermedaille für seine Verdienste um das Land und seine Städte und Gemeinden verdient hat, dann Alois Henne“, sagte er. Er zählte auf, wo Henne allein auf dieser Ebene aktiv war: „Diese Bilanz kann sich sehen lassen“, sagte er. „Aber kann sich so jemand ganz und gar auf den Ruhestand konzentrieren?“ Wohl kaum. Mit Blick auf Hennes Söhne, die ebenfalls beide Bürgermeister sind, schloss Mangold seine Rede: „Die Politik scheint in den Genen zu liegen.“

Alois Henne begann seine Dankesrede nach der Verleihung der Medaille mit einem Scherz: „Jetzt werde ich noch auf die Ebene der Staufer gehievt, wo kann das noch hinführen?“ Ihm sei fast der Atem stehen geblieben, als Bernd Mangold aufgezählt habe, „in welchen Gremien und Funktionen ich überall tätig war“. Er gestand augenzwinkernd, dass er die nächste Aufgabe bereits angenommen habe. Großen Dank richtete Henne an seine Ehefrau Karin, ohne deren Rückhalt sein Werdegang nicht möglich gewesen sei. „Du hast dich immer um unsere Söhne gekümmert, warst immer für sie da und bist es bis heute.“

An den offiziellen Teil schloss sich ein Stehempfang an. Musikalisch begleitet wurde die Verleihung der Staufermedaille von einem Ensemble des Musikvereins Sigmaringendorf.

Die Liste von Alois Hennes Engagement ist extrem lang. Schon vor seiner Zeit in Sigmaringendorf übernahm er in seiner Heimatgemeinde Obernheim im Zollernalbkreis Führungsverantwortung in verschiedenen Vereinen, in der CDU, im Kirchengemeinderat und in der Kommunalpolitik. In Sigmaringendorf war er allein 22 Jahre lang DRK-Vorsitzender und ist seit 25 Jahren Vorstandsmitglied im Sozialen Förderverein. Auch überörtlich war und ist Alois Henne vielfach aktiv und übernahm etliche Ämter und Funktionen. Bei der Volksbank Bad Saulgau (früher Raiffeisenbank Sigmaringendorf) ist er seit 1981 Aufsichtsrat, ebenso bei den Kliniken im Landkreis Sigmaringen. Im Kreisverband Sigmaringen der Vereinigung baden-württembergischer Bürgermeister ist er seit 2017 Vorsitzender, im Verein Freunde der Erzabtei Beuron seit Oktober Vorstandsmitglied und in dieser Funktion für Bauprojekte zuständig. Alle Listen ließen sich fortsetzen.

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