Neue Brücke spannt sich über die Lauchert

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 Beim Einschwenken der Brücke ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Beim Einschwenken der Brücke ist Fingerspitzengefühl gefragt. (Foto: Fotos: Johannes Böhler)

Mit einem Autokran ist am Donnerstagmittag im Sigmaringendorfer Ortsteil Laucherthal eine neue Brücke über die Lauchert gelegt worden. Die Aluminiumkonstruktion ist 34 Meter lang, 2,50 Meter breit und wiegt rund neun Tonnen. Neu ist, dass auch auch kleine Schneeräumfahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 1,5 Tonnen die Brücke passieren können.

Zahlreiche Schaulustige hatten sich am Ufer der Lauchert versammelt, um den Fortgang der Arbeiten zu verfolgen. Bereits am Vormittag war die Brücke in zwei mehrere Tonnen schweren Teilen mit dem Autokran von der Sauerlandstraße aus über die Häuserzeile ans Flussufer befördert worden. „Als die Brücke über mein Haus drüber war, war ich schon erleichtert“, verrät Manfred Zigelschmid, einer der Anwohner aus der Sauerlandstraße, der das Geschehen verfolgt.

Danach mussten die Arbeiter der Firma Peter Meier Leichtbau aus Singen die Brückenteile zu einem Stück zusammenfügen – Milimeterarbeit für den Kranführer, der seine Anweisungen vom Projektleiter über Funk bekommt. „Mit den Schaulustigen gibt es in der Regel keine Probleme“, sagt Projektleiter Jürgen Best. Manchmal brächten die Leute seinem Team und ihm sogar etwas zu trinken vorbei, erzählt er. „Auch hier freuen sich die Menschen über die neue Brücke und bringen sich nicht in Gefahr“, sagt Best.

Beim Einschwenken der Brücke gegen Mittag ist das halbe Dorf auf den Beinen, auch die Kindergartenkinder vom St. Meinrad Kindergarten Laucherthal sind mit dabei. Unter den Erwachsenen Zuschauern ist auch Bürgermeister Philip Schwaiger. „So etwas erlebt man nicht alle Tage“, sagt Schwaiger. Er sei froh, dass die Brücke nach langer Planung nun endlich an Ort und Stelle eintreffe. Maßgeblich für den Erfolg des Projekts sei die stellvertretende Hauptamtsleiterin Carolin Schoßer verantwortlich, die die Brückenerneuerung betreute, so Schwaiger. „Da hängt mehr dran, als man auf den ersten Blick sieht“, erklärt er. So mussten für die vorschriftsgemäß breitere neue Brücke die Widerlager verbreitert und beim Abriss der alten Brücke die Leitungen für Gas, Strom und Telefon, die unterhalb verliefen, provisorisch verlegt werden. Auch die neue Brücke wird in Zukunft wieder die „Lebensader“ der Siedlung unter sich tragen, die Leerrohre dafür sind schon angebracht.

„Auch farblich fügt sich das Bauwerk gut in die Landschaft ein“, findet Schwaiger. Er ist zuversichtlich, dass „wir mit dieser Entscheidung etwas Zeitloses und Langfristiges geschaffen haben“. Für die nächsten 50 Jahre werde sie allemal halten.

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