Nach Landkreisintervention: Bahnhalt in Sigmaringendorf ist gesichert

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 Unter der Woche soll der Halt der Züge in Sigmaringendorf doch nicht wegfallen.
Unter der Woche soll der Halt der Züge in Sigmaringendorf doch nicht wegfallen. (Foto: Lukas Heger)
Schwäbische Zeitung

Die Zughalte in Sigmaringendorf, die mit der Fahrplanänderung Mitte Dezember gestrichen werden sollten, werden unter der Woche auch weiterhin in Sigmaringendorf halten. Der Landkreis Sigmaringen hat nach Gesprächen mit der Nahverkehrsgesellschaft sowie der Deutschen Bahn den Erhalt des Haltes erreicht. 

Bahn wollte ab Mitte Dezember zwei Zughalte streichen

Bereits während der Sommerferien vom 5. August bis 10. September entfielen in Sigmaringendorf wegen Instandsetzungsarbeiten in Munderkingen und Rottenacker sämtliche Halte der Donaubahn. Darüber hinaus sahen die Planungen der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und der Deutschen Bahn ab Mitte Dezember die dauerhafte Streichung von zwei Zughalten je Richtung in Sigmaringendorf vor. Damit sollten die Verspätungen beim Radexpresszuges Ulm – Donaueschingen verbessert werden.

Von der Planung wären die Halte um 9.26 Uhr und 15.26 Uhr in Fahrtrichtung Sigmaringen und 12.33 Uhr und 18.33 Uhr in Richtung Ulm betroffen gewesen.

Als der Landkreis von den Planungen in Stuttgart erfuhr, war schnell klar, dass man das so nicht hinnehmen kann. „In gemeinsamen Gesprächen mit den Planern der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und der Deutschen Bahn haben wir erreicht, dass von Montag bis Freitag weiterhin alle bisherigen Zügen in Sigmaringendorf halten“, erläutert Max Stöhr, Leiter des Fachbereichs Kommunales und Nahverkehr im Landratsamt Sigmaringen. 

Radexpresszug wird um eine Stunde verschoben

Dafür wird der Radexpresszug zwischen Ulm und Donaueschingen in den Abfahrten um eine Stunde später gelegt und startet damit von Montag bis Freitag erst um 9.17 Uhr und 15.18 Uhr ab Ulm Hbf. Die bisherigen Fahrlage des Radexpresszuges um 8.17 Uhr und 14.17 Uhr ab Ulm Hbf wird durch einen spurtstärkeren und damit schnelleren Triebwagen bedient, der dadurch in Sigmaringendorf halten kann.

Einzig am Wochenende kann die Abfahrt des Radexpresszuges nicht verlegt werden, so dass hier die Halte um 9.26 Uhr und 15.26 Uhr in Fahrtrichtung Sigmaringen und 12.33 Uhr und 18.33 Uhr in Richtung Ulm entfallen müssen, um einen pünktlicheren Betrieb auf der Donaubahn zu gewährleisten.

Ein regelmäßiges und verlässliches Angebot ist die Grundlage, um die Menschen von der Nutzung des ÖPNVs zu überzeugen.

Landrätin Stefanie Bürkle

„Ein regelmäßiges und verlässliches Angebot ist die Grundlage, um die Menschen von der Nutzung des ÖPNVs zu überzeugen“, sagt Landrätin Stefanie Bürkle. „Es freut mich sehr, dass es gemeinsam mit dem Land, der DB und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) nun gelungen ist, wieder mehr Verbindungen von und ab Sigmaringendorf zu erreichen.“

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