Leukämie: Sigmaringendorf kämpft für den kleinen Arda

Lesedauer: 5 Min
Wollen gemeinsam dem an Leukämie erkrankten Arda helfen (von links): Arthur Stroppel (Jugendleiter), Dennis Klink (Jugendtrainer
Wollen gemeinsam dem an Leukämie erkrankten Arda helfen (von links): Arthur Stroppel (Jugendleiter), Dennis Klink (Jugendtrainer), Bürgermeister Philip Schwaiger, TSV Vorsitzender Andreas Bauer und Jürgen Brunner (Abteilungsleiter Fußball). (Foto: Christoph Wartenberg)
Schwäbische Zeitung
Redakteur Sigmaringen

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Insgesamt sind rund 7,9 Millionen Spender registriert, Das Spendenkonto der DKMS hat die IBAN DE98 6415 0020 0002 3337 51

Einklappen  Ausklappen 

Der elfjährige Arda aus Sigmaringendorf leidet an Leukämie. Ein breites Bündnis an Helfern findet sich zusammen, um Arda und seine Famile zu unterstützen.

Eine ganze Region soll sich nach dem Wunsch der Organisatoren zusammenfinden, um dem elfjährigen Arda zu helfen, der an Leukämie erkrankt ist. Nun hat sich Sigmaringendorfs Bürgermeister Philip Schwaiger als Schirmherr an die Spitze der vom TSV Sigmaringendorf-Laucherthal organisierten Hilfsaktion gestellt. Er will neben den Bürgern seiner Gemeinde auch Helfer aus der Umgebung mobilisieren und die Mitteilungsblätter der Nachbargemeinden über die Aktion informieren.

„Wir stellen selbstverständlich die Donau-Laucher-Halle für die Typisierungsaktion am 24. März zur Verfügung“, sagt Schwaiger. Er hofft, dass sich durch einen allgemeinen Schulterschluss jemand finden lässt, der durch seine Stammzellenspende Ardas Genesung ermöglicht. Nachdem im Oktober vergangenen Jahres die niederschmetternde Diagnose Leukämie gestellt wurde, richteten sich alle Hoffnungen auf einen Erfolg der Chemotherapie, doch jetzt hat sich erwiesen, dass die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht. Arda braucht einen geeigneten Stammzellenspender, um zu überleben.

Ein solcher Spender lässt sich durch die weltweit agierende DKMS (ehemals Deutsche Knochenmark-Spenderdatei) mit Sitz in Tübingen finden. Diese Organisation verwaltet eine Datenbank mit den spezifischen Merkmalen von Spendern, unter denen sich vielleicht auch ein für Arda geeigneter Mensch findet. Wer sich registrieren lässt und die Typisierung mitmacht, wird in der Datei als potenzieller Stammzellenspender aufgenommen.

Sensationelles Echo

In Sigmaringendorf laufen die Fäden der Aktion bei Dennis Klink, dem Fußballtrainer von Arda in der D-Jugend, zusammen. Unterstützt wird er von Arthur Stroppel, dem Jugendleiter, von Jürgen Brunner, dem Abteilungsleiter Fußball, und von Andreas Bauer, dem Vereinsvorsitzenden des TSV Sigmaringendorf-Laucherthal. „Wir hoffen auf Unterstützung nicht nur aus der Gemeinde, sondern auch aus dem Umland und vor allem von den Sport- und Fußballvereinen“, sagt Andreas Bauer. Als ehrgeiziges Ziel hätten sich die Organisatoren die Teilnahme von 2000 Menschen an der Typisierungsaktion am 24. März gesetzt. Sportler aus Nachbarvereinen sollten im Trainingsanzug kommen, sagt Dennis Klink, so könnten sie ihre Solidarität zeigen. In der Gemeinde sei Ardas Schicksal bereits Tagesgespräch und in den sozialen Netzwerken habe die Aktion ein sensationelles Echo gefunden, sagt Klink

Typisierung tut nicht weh

Typisieren lassen können sich Menschen im alter von 17 bis 55 Jahren, in der Spenderdatei bleibt man dann bis zum Alter von 61 Jahren. „So eine Typisierung tut nicht weh“, sagt Bürgermeister Schwaiger, der aus einem Ärztehaushalt stammt. Man müsse lediglich etwa zehn Minuten mit einem Wattestäbchen Zellen von der Mundschleimhaut ablösen und anschließend eine Einverständniserklärung ausfüllen. „Das sind zehn Minuten, die Leben retten können“ sagt Schwaiger. Wer in der Datenbank registriert ist, könnte auch als Spender für jemand anderen als Arda in Frage kommen. Die Registrierung findet also ihren Niederschlag in einem weltweiten Hilfsnetzwerk. Jede Woche laufen die Daten durch das Netzwerk und werden auf potenzielle Spender untersucht. Wer am 24. März keine Zeit hat, kann die Registrierung nach einem Kontakt mit der Webseite von DKMS auch zuhause vornehmen.

Natürlich kostet so eine Registrierungsaktion auch Geld, etwa 35 Euro für jede Typisierung. Wer sich also nicht typisieren lassen will oder kann, weil er bereits zu alt ist, der wird um eine Spende gebeten. Dieses Geld kommt dann der DKMS zugute, die damit die Kosten decken muss. Das Konto bleibt für ein halbes Jahr nach der Typisierungssaktion eingerichtet und eine Spendenquittung gibt es auch Wunsch auch.

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Insgesamt sind rund 7,9 Millionen Spender registriert, Das Spendenkonto der DKMS hat die IBAN DE98 6415 0020 0002 3337 51

Einklappen  Ausklappen 
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen