Für die beiden Theaterstücke auf der Waldbühne wird eine aufwendige Balkenkonstruktion benötigt.
Für die beiden Theaterstücke auf der Waldbühne wird eine aufwendige Balkenkonstruktion benötigt. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Ob Regen oder Sonnenschein, die Bühnenbauer der Sigmaringendorfer Waldbühne stehen derzeit Samstag für Samstag auf Balken und Gerüsten und hämmern, sägen und schrauben, was das Zeug hält. Baumeister Walter Kordovan, Produktionsleiter Joachim Link und ihr Team wissen, dass die Zeit drängt: Bis zur ersten Premiere der Saison am 8. Juni müssen die Kulissen für die beiden Stücke der Sommerspielzeit stehen.

Ein enormer Aufwand ist Jahr für Jahr nötig, um ein Bühnenbild entstehen zu lassen, das für beide Stücke funktional und ästhetisch ist, über den gesamten Sommer Wind und Wetter standhält und mit dem begrenzten Budget einer ehrenamtlich betriebenen Bühne umsetzbar ist.

In diesem Jahr stellt das mittig gelegene Hauptgebäude die größte Herausforderung dar: Gleichzeitig soll es als Katthulthof für die Familie des kleinen Michel aus Lönneberga dienen, aber auch ein Altersheim in Malmköping darstellen, aus dessen Fenster ein Hundertjähriger steigt und verschwindet.

Dazu muss es auch noch eine projektionsfähige Leinwand für Einspielungen im Erwachsenenstück beinhalten. Für diese Anforderungen muss das Gebäude zumindest von oben her einigermaßen wasserdicht sein, was eine für Waldbühnenverhältnisse relativ aufwändige Dachkonstruktion erforderlich machte.

Kordovan und sein Team sind solche Herausforderungen aber gewohnt: „Wir haben schon Schiffe, Kirchen und Endlostreppen auf die Bühne gestellt, dann schaffen wir das dieses Jahr auch wieder!“, sind sich die Bühnenbauer sicher.

Damit dann auch die Zuschauer in den Genuss der Theaterstücke kommen, werden ab sofort die telefonischen Vorverkaufszeiten der Waldbühne, Telefon 07571/3520, auf alle Werktage, jeweils von 18 bis 20 Uhr ausgeweitet.

Der Kartenkauf im Internet unter www.waldbuehne.de ist dahingegen rund um die Uhr möglich. Die Premiere des „Michel in der Suppenschüssel“ ist am 8. Juni um 20 Uhr, der „Hundertjährige“ debütiert am 6. Juli um 20.30 Uhr.

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