Künftiger Bürgermeister spricht über die nächsten Schritte

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Überglücklich und mit der Wahlbeteiligung sehr zufrieden: Philip Schwaiger startet mit Rückenwind als Bürgermeister von Sigmarin
Überglücklich und mit der Wahlbeteiligung sehr zufrieden: Philip Schwaiger startet mit Rückenwind als Bürgermeister von Sigmaringendorf. (Foto: Corinna Wolber)
Schwäbische Zeitung

Bei der Wahl am Sonntag haben die Bürger von Sigmaringendorf ein deutliches Votum abgegeben: Philip Schwaiger soll als Bürgermeister die Amtsgeschäfte von Alois Henne übernehmen. SZ-Redakteurin Corinna Wolber hat mit ihm über die nächsten Schritte gesprochen.

Herr Schwaiger, wie geht es Ihnen am Tag danach?

Ich kann es noch gar nicht richtig fassen, alles ist etwas unwirklich. Die Nacht war kurz, wir haben noch lange zusammengesessen und gefeiert. Wir sind überglücklich.

Sind Sie mit der Wahlbeteiligung von knapp 50 Prozent zufrieden?

Ja, sehr. Ich hatte mir vorher gewünscht, dass die Wahlbeteiligung bei 40 Prozent liegt. Dass das bei dieser Kandidatenlage sogar noch deutlich übertroffen wurde, ist ein sehr gutes Zeichen. Jeder Zweite ist zur Wahl gegangen, das ist für mich eine schöne Legitimation. So kann ich mit gutem Rückenwind durchstarten.

Nun steht Ihnen ja ein Umzug ins Haus. Haben Sie schon konkrete Pläne?

Wir werden erst einmal schauen, dass wir etwas mieten können. Es muss natürlich zu uns passen. Deshalb überstürzen wir nichts.

Wann wollen Sie umziehen?

Schnellstmöglich nach der Hochzeit. Meine Verlobte und ich heiraten im August standesamtlich und im September kirchlich.

Also pendeln Sie bis dahin?

Ja, zu Beginn wird es so laufen.

Ihre Verlobte arbeitet als Erzieherin. Was hat sie für berufliche Pläne?

Sie wird sich im Kreis Sigmaringen nach einer Stelle umschauen. Sie möchte auf jeden Fall weiter arbeiten und hat ja auch einen gefragten Beruf. Wir sind zuversichtlich, dass sie etwas finden wird.

Sie müssen noch Ihr Studium abschließen. Klappt das zeitlich noch alles rechtzeitig bis zu Ihrem Amtsantritt?

Ja. Ich warte noch auf Klausurtermine, die sind wahrscheinlich im Juni. Wenn die Klausuren geschrieben sind, waren das meine letzten Prüfungen. Meine Bachelorarbeit habe ich ja bereits abgegeben.

Alois Henne räumt den Bürgermeisterstuhl am 31. Mai. Schaffen Sie es denn zeitlich, am 1. Juni anzufangen?

Nein, es wird ein kleines Vakuum von ein paar Wochen geben. Wir sind derzeit in Gesprächen, wie diese Zeit am besten überbrückt werden kann. Die Details müssen noch geklärt werden. Zum Glück liegt die Zeit im Sommer, wenn sowieso nicht so schrecklich viel los ist. Wenn es zum Jahreswechsel zur Zeit der Haushaltsaufstellung wäre, dann wäre es problematischer.

Wenn es dann im Juli so weit ist: Was werden Ihre ersten Schritte als Bürgermeister sein?

Zunächst möchte ich mit allen Mitarbeitern sprechen, um mich bei allen Projekten auf den aktuellen Stand bringen zu lassen. Dann möchte ich nach und nach meine Ideen einbringen und diese zeitlich und finanziell bewerten. Was kann man zügig umsetzen, was braucht Zeit?

Was schwebt Ihnen da konkret vor?

Wir müssen zum Beispiel schauen, was dann vielleicht bei den Außensportanlagen der neuen Turnhalle noch auf den Weg gebracht werden muss. Ansonsten möchte ich das Thema Barrierefreiheit angehen und den Maßnahmenkatalog aus dem European Energy Award fortsetzen. Dort geht es um konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz. Auch bei den Baugebieten möchte ich mir ansehen, wie wir weiter verfahren können, damit Sigmaringendorf in einem vernünftigen Rahmen weiterwachsen kann. Bei diesem Thema haben wir aber überhaupt keinen Zeitdruck.

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