Die Donau-Lauchert-Schule bekommt in den Sommerferien einen besseren Brandschutz.
Die Donau-Lauchert-Schule bekommt in den Sommerferien einen besseren Brandschutz. (Foto: Sebastian Korinth)

Der Brandschutz in der Sigmaringendorfer Donau-Lauchert-Schule soll während der kommenden Sommerferien maßgeblich verbessert werden. Der Gemeinderat beriet in seiner Sitzung am Dienstag das weitere Vorgehen. „Im Treppenhaus werden Brandschutztüren eingebaut, und zwischen Erdgeschoss und erstem Obergeschoss wird ein Durchbruch nach außen gemacht“, sagt Bürgermeister Philip Schwaiger. Das Dachgeschoss soll eine Rauchabzugsanlage bekommen, außerdem wird das Gebäude mit einer neuen Brandmeldeanlage ausgestattet.

Um die Rettung im Ernstfall auch mithilfe einer Drehleiter der Feuerwehr von ganz oben zu ermöglichen, falls der Hauptrettungsweg verraucht sein sollte, werden an den Fenstern in den Dachgauben Ausstiegshilfen installiert. „Das sind kleine Plattformen mit Geländer, auf denen sich kleinere Kinder im Ernstfall auch sicher aufhalten können“, sagt Schwaiger. Das Ganze sei eng mit Feuerwehrkommandant Ivo List abgestimmt worden. Inklusive aller Baunebenkosten würden all diese Brandschutzmaßnahmen zusammen rund 234 000 Euro kosten.

In diesem Zuge entschied sich der Gemeinderat auch noch für eine Verbesserung der Barrierefreiheit an der Schule„Das Podest vor dem Haupteingang wird nach vorne verlängert“, sagt er. So könne seitlich ein Rampenaufgang installiert werden, der rollstuhlgerecht sei. Die erforderlichen Arbeiten würden insgesamt circa 60 000 Euro kosten. Derzeit stellen die drei Stufen vor dem Eingang ein unüberwindliches Hindernis für Rollstuhlfahrer dar. In der nächsten Gemeinderatssitzung im Juni sollen die Vergaben durchgeführt werden. „Ein Großteil der Maßnahmen kann dann in den Sommerferien laufen“, sagt der Bürgermeister. Lediglich die Brandschutztüren könnten dann wegen der voraussichtlich längeren Lieferzeit noch nicht eingebaut werden. „Dafür bereiten wir aber alles vor. Sobald sie da sind, müssen sie nur noch eingesetzt werden.“

Genehmigung vom Landratsamt liegt voraussichtlich im Juli vor

Die Verwaltung hat den Sigmaringendorfer Gemeinderat am Dienstag außerdem über den Stand der Arbeiten beim Brandschutz im Rathaus informiert. „Zwei Rathausmitarbeiter haben ihre Büros im Dachgeschoss“, sagt Bürgermeister Philip Schwaiger. Über die dortigen Dachfenster sei aber keine Rettung möglich, wie eine Begehung mit Feuerwehrkommandant Ivo List ergeben habe. In einem dritten Raum, der derzeit als Archiv genutzt werde, gebe es aber ein 120 mal 90 Zentimeter großes Fenster. „Diese drei Zimmer werden nun zu einer Nutzungseinheit zusammengefasst“, sagt Schwaiger. Brandschutztechnisch bedeute das, dass sie eingeschalt und mit Rauchmeldern vernetzt werden müssen. „Dann ist eine Rettung über dieses Fenster möglich.“

Das im Februar eingereichte Baugesuch werde derzeit im Landratsamt bearbeitet, „wir können Ende Juli mit der Genehmigung rechnen“, sagt Schwaiger. Wenn auch die gegebenenfalls zu beachtenden Denkmalschutzauflagen klar seien und die Genehmigung vorliege, „gehen wir in die Ausschreibung“. Die erforderlichen Arbeiten werden rund 168 000 Euro kosten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen