Martina Gruber, Matthias Gulde und Birgit Steinhart (von links) wollen für die FDP in den Kreistag einziehen.
Martina Gruber, Matthias Gulde und Birgit Steinhart (von links) wollen für die FDP in den Kreistag einziehen. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Der FDP-Kreisverband hat sich im Gasthaus Donau-Hirsch in Sigmaringendorf versammelt, um die Kandidaten für die Kreistagswahl zu nominieren. Die Kreisverbandsvorsitzende Martina Gruber zeigte sich dabei frustriert, dass nur sechs Leute kamen. „Ich habe alle Mitglieder mehrfach eingeladen“, berichtete sie.

Wahlleiter Johann Sauter erklärte die Versammlung für beschlussfähig. Nominiert wurden für den Wahlkreis Mengen Martina Gruber und in Abwesenheit Thomas Stehle, für den Wahlkreis Gammertingen Birgit Steinhart und Matthias Gulde. Martina Gruber wurde ermächtigt, weitere Kandidaten nachzunominieren. Ziel müsse sein, in allen Wahlkreisen Kandidaten zu haben, forderte Matthias Gulde. Insgesamt hat der FDP-Kreisverband 29 Mitglieder. „Wenige haben sich entschuldigt, die meisten haben sich nicht gemeldet“, berichtete Martina Gruber.

Für Stärkung der Bürgerrechte

Bei der Versammlung stellten sich die einzelnen Kandidaten vor. Birgit Steinhart wohnt im Gammertinger Ortsteil Kettenacker, ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Die Finanzwirtin ist selbstständig und Vorsitzende der Bürgerinitiative „Mensch-Natur“ und der Backgemeinschaft. Sie ist seit mehreren Jahren Mitglied bei den freien Demokraten und will sich für folgende Themen engagieren: Stärkung der Bürgerrechte, Naturschutz, Förderung des ländlichen Raums und Bürokratieabbau. Sie wurde einstimmig mit fünf Stimmen als Kandidatin nominiert.

Matthias Gulde wohnt ebenfalls in Kettenacker, wo er sich als Ortsvorsteher engagiert. Er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und von Beruf Architekt. Er sei bis vor zwei Jahren langjähriges CDU-Mitglied gewesen, könne aber die grün-schwarze Politik in Stuttgart nicht mehr mittragen, erklärte Gulde. Mitglied bei der FDP ist er zwar nicht, für die Liste kann er aber trotzdem kandidieren. Gulde wurde mit fünf Stimmen nominiert.

Seit vielen Jahren FDP-Mitglied

Martina Gruber wohnt in Mengen, ist Betriebswirtin und Mutter eines Kindes. Sie ist seit vielen Jahren Mitglied in der FDP. Diese sei die einzige Partei, die sich Bürgerrechte und Eigenverantwortung auf die Fahnen geschrieben habe, sagte Gruber. In den Kreistag wolle sie den Freiheitsgedanken einbringen. Sie wurde bei einer ungültigen Stimme mit vier Stimmen nominiert.

Thomas Stehle wohnt in Mengen, nahm wegen eines Urlaubs aber nicht an der Versammlung teil. Er wurde mit vier Stimmen und bei einer Enthaltung ebenfalls nominiert.

Die Versammlung diskutierte die schlechte Resonanz auf die Veranstaltung. Vielleicht hätte man einen Vortrag über ein interessantes Thema anbieten sollen und anschließend die Nominierung durchführen, sagte Birgit Steinhart. Diese Idee sei nicht auf die Zustimmung aller Vorstandsmitglieder gestoßen, sagte Martina Gruber. Deshalb sei der Gedanke fallen gelassen worden. Matthias Gulde forderte alle dazu auf, noch einmal nach Kandidaten zu suchen. Bei einem nächsten Treffen sollen Inhalte für einen Flyer für die Kreistagswahl formuliert werden.

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