Zwei Grundstücke auf dem letzten Baugrund in Laucherthal sind vermessen. Nun sind dort noch knapp 3000 Quadratmeter übrig.
Zwei Grundstücke auf dem letzten Baugrund in Laucherthal sind vermessen. Nun sind dort noch knapp 3000 Quadratmeter übrig. (Foto: Corinna Wolber)
Schwäbische Zeitung
Corinna Wolber
Redakteurin

Die Nachfrage nach Grundstücken in Sigmaringendorf ist ungebrochen hoch, doch die Gemeinde stößt bei Baugebieten über kurz oder lang an ihre natürlichen Grenzen. Täte sie es nicht, könnte sie wahrscheinlich noch viel mehr Grundstücke an potenzielle Bauherren verkaufen; wie groß der Boom ist, überrascht selbst Bürgermeister Philip Schwaiger.

Von den insgesamt 26 Bauplätzen, die im Baugebiet Sturren III im ersten Bauabschnitt erschlossen werden, sind neun bereits verkauft. Und das, obwohl die Gemeinde erst Ende September mit dem Verkauf begonnen hat, nachdem die Vermessung abgeschlossen war. „Zehn weitere sind reserviert, und für die übrigen sieben haben wir Interessenten“, sagt Schwaiger. „Wir überlegen bereits, auch schon den zweiten Abschnitt zu erschließen.“ Der erste soll zwar erst einmal komplett abgeschlossen werden, „doch dann wird es wahrscheinlich zügig weitergehen“.

Im zweiten Abschnitt würde Sturren III weitere 45 Bauplätze bringen, eine stattliche Zahl. Doch dann wäre in Sigmaringendorf erst einmal Schluss. Ähnlich in Laucherthal: Auf dem Grundstück am Ende der Dr.-Gossmann-Straße wurden laut Philip Schwaiger die ersten beiden Bauplätze bereits vermessen. „Von den insgesamt 4300 Quadratmetern sind dann noch knapp 3000 übrig“ – und damit die letzten freien Quadratmeter in Laucherthal überhaupt. Immerhin: „Wir haben im Flächennutzungsplan noch zwei Gebiete in Sigmaringendorf als Bauerwartungsland“, sagt Schwaiger. Das eine würde genug Fläche für zehn bis zwölf Bauplätze bieten, das andere für 25. „Darüber werden wir uns Gedanken machen müssen, wenn die Nachfrage so hoch bleibt.“

Der Bürgermeister ist selbstredend froh, dass es viele Menschen und darunter viele junge Familien ins Dorf zieht. „Wir haben eine gute Infrastruktur, es ist alles da“, sagt er. „Das muss aber eben auch nachgefragt werden.“ Für Kinderhäuser und Grundschule könnte der Zuzug allerdings bedeuten, dass das Angebot die Nachfrage irgendwann nicht mehr deckt. Das Kinderhaus Laucherthal ist derzeit bis zum nächsten Frühjahr voll, in Sigmaringendorf gibt es laut Bürgermeister noch einzelne freie Plätze. „In Laucherthal könnten wir aber glücklicherweise recht kurzfristig und ohne größeren Umbau erweitern“, sagt Schwaiger. Da der obere Stock momentan leer stehe, „könnten wir reagieren und dort eine bis zwei weitere Gruppen aufmachen“. Auch im Kinderhaus in Sigmaringendorf sei „mit kleinem Umbau vielleicht noch eine weitere Gruppe denkbar“.

Nun müsse sich in den nächsten zwei bis drei Jahren zeigen, wo sich das Ganze einpendelt. Gut für den Grundschulstandort sei diese Entwicklung allemal: Deren Fortbestand dürfte in den nächsten Jahren jedenfalls nicht zur Diskussion stehen.

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