Zum Abschluss gibt’s Leberkäswecken für alle

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Leberkäswecken für alle: In Erinnerung an Sigmaringen verteilt Wolf höchstpersönlich die Stärkung an alle Teilnehmer.
Leberkäswecken für alle: In Erinnerung an Sigmaringen verteilt Wolf höchstpersönlich die Stärkung an alle Teilnehmer. (Foto: Christoph Wartenberg)
Schwäbische Zeitung

Guido Wolf trotzt den Witterungen: Der Kandidat der CDU für das Amt des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg machte im hartnäckigen Schneeregen Wahlkampf in Sigmaringen. Wolf besucht die Orte seines früheren Wirkens, darunter Tuttlingen, wo er Landrat war, und Sigmaringen, wo er am Verwaltungsgericht als Richter arbeitete. Angesichts des Wetters war die Zahl der Interessenten dieser Veranstaltung, einem Rundgang durch die Stadt, überschaubar.

Wolf war mit seinem Wahlkampfbus auf den Leopoldplatz gekommen und startete von dort, begleitet von seinem Helfertross und den Sigmaringer Teilnehmern, zu einem Spaziergang zum Verwaltungsgericht. Ob die vielen roten und schwarzen Schirme auf eine mögliche Koalition hinweisen sollten, war nicht festzustellen. Allerdings war dadurch der Blick auf den Kandidaten etwas verstellt. Alter Kollegen aus seiner Richterzeit wie Roland Hauser und Albrecht Mors sowie die Frau des Expräsidenten des Verwaltungsgerichtes, Karin Liebermann hatten sich ebenfalls eingefunden.

Wolf erzählte vor der Tür des Verwaltungsgerichtes die eine oder andere Anekdote aus seiner Richterzeit. So mussten die Beteiligten bei einem Prozess um die Baugenehmigung für ein Hotel ein Boot der Wasserschutzpolizei anfordern, um zu prüfen, ob sich das Gebäude in die Landschaft einfügte, Der Bauantrag wurde abgelehnt. Bei einem anderen Fall ging es um einen Mann, der Hundesteuer zahlen sollte, obwohl er behauptete, gar keinen Hund zu haben. Also wurden alle seine Nachbarn samt ihren Hunden vorgeladen, bis sich herausstellte, dass der Mann tatsächlich keinen Hund hatte.

Bürgermeister Thomas Schärer nutzte die Gelegenheit, auf Problempunkte in der Stadt hinzuweisen. „Hier merkt man das Herzblut für den ländlichen Raum“, sagte Wolf, als auch Landrätin Stefanie Bürkle auf die notwendige Hilfe für die Herstellung einer soliden Infrastruktur hinwies. Auch die Probleme im beruflichen Schulwesen, wo ganze Ausbildungsgänge gefährdet sind, wurden angesprochen. Auf dem weiteren Weg warfen die Besucher hinter dem Staatsarchiv einen Blick auf den Bahnhof und Schärer erläuterte das Ärgernis der fehlenden Barrierefreiheit.

„Das heißt, sie brauchen noch mehr Geld“, sagte Guido Wolf, als ihn Schärer auf die Erfolge, aber auch auf die noch anstehenden Arbeiten bei der Innenstadtsanierung ansprach. Vor dem Hoftheater stehend erinnerte sich Wolf einer Leckerei aus seiner Sigmaringer Zeit. „Ich geh’ nur mal schnell Wibele kaufen“, sagt Wolf und verschwand im Café Schön. Ein Abstecher in die Tschibo-Filiale, in der er eine alte Bekannte zu erkennen glaubt und schließlich der Gang in die Metzgerei Frick, in der es Leberkäswecken für alle gab, rundeten das kulinarische Programm ab. Und hier schloss sich dann auch der Besuchskreis wieder mit seinem Beginn, dem Verwaltungsgericht, wo das Mittagessen oftmals aus Leberkäswecken bestand.

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