Zahlreiche Zuschauer sehen heftige Zweikämpfe beim Zieleinlauf

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 Auf den letzten Metern muss, beäugt von vielen Zuschauern, auch die Zunge noch helfen.
Auf den letzten Metern muss, beäugt von vielen Zuschauern, auch die Zunge noch helfen. (Foto: Fotos: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Zum 36. Mal hat der Verein „Lauftreff Sigmaringen“ unter dem Vorsitz von Winfried Walk den Sigmaringer Silvesterlauf organisiert und durchgeführt. Und wie jedes Jahr haben die Anmeldezahlen mit 1331 Teilnehmern wieder den Rekord des vergangenen Jahres gebrochen.

Besucherandrang erinnert an Volksfest

Auch der Besucherandrang war enorm, denn rund um die Stadthalle waren alle Parkflächen belegt und die Menschenmassen rund um den Bereich des Zieleinlaufs erinnerten eher an ein Volksfest, als an ein Sportevent.

„Es wird jedes Jahr mehr“, bestätigte auch Sabrina Urban. Die Moderatorin des Zieleinlaufs hatte auch dieses Mal für fast alle Finisher auf der Zielgeraden anerkennende Worte. Christine Brückner vom Veranstalterteam, die am Startplatz hinter der Stadthalle die Läufermassen vor dem Start in Schach hielt, informierte launig über die Entstehung des Silvesterlaufs, der aus kleinsten Anfängen entstanden ist.

Wir hätten niemals geglaubt, dass sich das zu einem derart großen Event auswachsen würde. 

Christine Brückner, Mitglied im Veranstalterteam

„Wir hätten niemals geglaubt, dass sich das zu einem derart großen Event auswachsen würde“, sagte sie. Der 1989 gegründete Verein hat derzeit rund 200 Mitglieder und bietet für alle Altersgruppen und jeden Leistungsstand Bewegungsmöglichkeiten an, die von Walking über Gymnastik bis hin zum Marathon reichen.

Trotz des enormen Altersspektrums (oder gerade deshalb?) fehlte es beim 36. Silvesterlauf nicht an sportlichem Ehrgeiz der Läufer, die sich mehrfach beim Endspurt heftige Zweikämpfe lieferten. Glück mit dem Wetter hatten sowohl Veranstalter als auch die zum Teil von weit her gereisten Teilnehmer. „Wir sind heute Morgen bei Nebel weggefahren“, sagte Christian Specker, der zum ersten Mal am Sigmaringer Silvesterlauf teilgenommen hatte.

Bisher hatte der Stockacher, der mit seiner ganzen Familie gekommen war, immer beim Tuttlinger Lauf teilgenommen, doch diesmal hatte er sich für die Nachbarkreisstadt entschieden. „Uns hat dieses Event hier eigentlich fast besser gefallen als das in Tuttlingen“, meinte der sportliche Familienvater und seine kleine Tochter Matilda strahlte wie bestätigend übers ganze pausbäckige Babygesicht.

Hohentenger Familie räumt kräftig ab

Der kühle, aber sehr sonnige Morgen des letzten Tages von 2019 trug mit Sicherheit bei zum Volksfestcharakter des 36. Sigmaringer Silvesterlauf-events, denn die vielen Besucher genossen ganz offensichtlich die Sonnenstrahlen und die angeregte Stimmung. Ganze Familien nutzten das Ereignis, um entweder Vereinskameraden oder teilnehmende Familienmitglieder mit Beifall und aufmunternden Zurufen anzuspornen oder wie Familie Schultz aus Hohentengen-Völlkofen, gleich im Familienverband anzutreten.

Dabei erkämpfte sich das jüngste Familienmitglied, der neunjährige Jona im 5000-Meter-Lauf in seiner Altersklasse gleich den ersten Platz und machte dabei deutlich, dass in Zukunft auf jeden Fall mit ihm zu rechnen ist. „Wir sind seit Jahren Mitglied bei den Mengener Triathleten“, erzählte Mutter Ina. So gehörte für Jona und seine beiden Schwestern Tabea, elf Jahre, und Kira, zwölf Jahre, der Sport schon von klein auf zum täglichen Leben. Selbstverständlich sind neben Mama und Bruder auch die beiden Mädchen mitgelaufen, wobei Kira in ihrer Altersklasse den zweiten Platz belegte und Tabea den vierten.

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