Witterung ist für 19 Unfälle im Kreis verantwortlich

Lesedauer: 4 Min
Trotz Winterdienst kommt es immer wieder zu witterungsbedingten Unfällen in der Region.
Trotz Winterdienst kommt es immer wieder zu witterungsbedingten Unfällen in der Region. (Foto: Symbol: Philipp von Ditfurth)
Schwäbische Zeitung

Die starken Schneefälle haben am Dienstag und in der Nacht auf Mittwoch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg teils zu massiven Verkehrsbehinderungen geführt, das teilt die Polizei mit. Insbesondere in den Höhenlagen des Allgäus, des Linzgaus und der Schwäbischen Alb sorgten liegengebliebene Lastwagen auf schneeglatten Fahrbahnen in Steigungsbereichen für lange Staus. Auf der A 96 zwischen den Anschlussstellen Wangen und Kißlegg („Dürrener Steige“) kam der Verkehr beginnend ab Dienstagnachmittag über Stunden zum Erliegen. Lastwagen fuhren sich fest und konnten nur mühsam wieder ins Rollen gebracht werden. Im weiteren Verlauf wechselte sich Stop-and-Go immer wieder mit vollständigem Stillstand ab. Es bildete sich zeitweise ein bis zu 15 Kilometer langer Rückstau, auch die Umleitungsstrecken rund um Wangen im Allgäu waren überlastet. Erst gegen 23 Uhr normalisierte sich die Situation auf der Autobahn wieder, nachdem die Schneefälle nachgelassen hatten.

Im Zeitraum von Dienstagvormittag 11 Uhr bis Mittwochmorgen 8 Uhr kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg zu 50 witterungsbedingten Verkehrsunfällen, bei welchen überwiegend nur Sachschaden entstand. 21 Unfälle davon ereigneten sich im Landkreis Ravensburg, hier wurde eine Person leicht verletzt. Im Bodenseekreis kam es zu zehn Unfällen, wobei drei Personen leicht verletzt wurden. Im Landkreis Sigmaringen verzeichnete die Polizei 19 Witterungsunfälle, wobei eine Person leichte Verletzungen erlitt. Die Höhe des insgesamt entstandenen Sachschadens kann aktuell nicht beziffert werden.

Für die kommenden Tage kündigen die Wetterdienste erneut Schneefälle zwischen Alb, Bodensee und Allgäu an, weshalb die Polizei in der Mitteilung dringend an die Verkehrsteilnehmer appelliert: Benutzen Sie Ihr Fahrzeug nur wenn unbedingt nötig, weichen Sie alternativ auf öffentliche Verkehrsmittel aus. Ansonsten sind Winterreifen obligatorisch und müssen eine ausreichende Profiltiefe aufweisen. Das Fahrzeug muss insgesamt winterfest sein. Fahren Sie stets mit angepasster Geschwindigkeit. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit gilt nur bei idealen Fahrbahnverhältnissen und ist daher auf Schnee und Glätte in der Regel deutlich zu schnell. Schneeglätte oder auch überfrierende Nässe kann plötzlich auftreten – fahren Sie vorausschauend, beschleunigen Sie sanft und bremsen Sie mit Bedacht. Halten Sie großen Abstand zum Vorausfahrenden, da sich der Bremsweg erheblich verlängert. Bei einem unvorhergesehenen Bremsmanöver des Vordermanns ist ein Auffahrunfall sonst unausweichlich.

Meist gelesen in der Umgebung
Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen