Vor Mozart gibt es Musik aus Superman

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Die Musiker des Heeresmusikkorps aus Ulm geben in der Portgiesischen Galerie ein fulminantes Konzert.
Die Musiker des Heeresmusikkorps aus Ulm geben in der Portgiesischen Galerie ein fulminantes Konzert. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Erneut hat das Ensemble des Ulmer Heeresmusikkorps mit einem sorgsam ausgewählten Konzertabend, der in der Portugiesischen Galerie des Schlosses besonders intensiv wirkte, fasziniert. Nach zwei Stunden verließen die Besucher, der Saal war bis auf wenige Sitzplätze voll, angenehm berührt und inspiriert das Schloss.

Die Eröffnung des Schlosskonzertes gestalteten die Musiker des Blechbläserquintetts, die die Zuhörer im hinteren Bereich des Saals überraschte. „Theme from Superman“ von John Williams lautete das passende Stück mit heroischen Klängen für den fulminanten Auftakt, dessen Wirkung völlig differenziert zum weiteren Auftritt der Blechbläser von der Bühne war.

Musiker und Hauptfeldwebel Alexander Theiler vom Klarinettenquartett moderierte das Kammermusikkonzert auf interessante, humorvolle und informative Art. Er versprach einen Abend, der abwechslungsreicher nicht sein könnte und sollte Recht behalten.

Sei es das Klarinettenquartett, das in die große Weite der amerikanischen Prärie entführte oder das sich anschließende Tubaquartett, das mit der unvollendeten Vollendung, arrangiert von David LeClair, und der bayrischen Polka, arrangiert von Dandwart Schmidt einen ganz großen Hörgenuss bescherten, welcher von Beifallsstürmen quittiert wurde.

Zweimal Mozart

Das Holzbläsertrio stand mit Auszügen aus der Hochzeit des Figaro und mit Arien aus dem Singspiel „Entführung aus dem Serail“, beides Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, in Präzision und Virtuosität den anderen Ensembles in nichts nach. „Wie könnte man ein Konzert schöner beenden, als mit ,Thank you für the music’“, die rhetorische Frage an das Publikum beantwortete erneut das Blechbläserquitett mit „Abba goes Brass“, einem sehr gelungenen Streifzug durch das Abba-Liedgut, bei dem alle Gäste heimlich mitsummten. Und was ist ein würdigere Zugabe, als dass alle zusammen die deutsche Nationalhymne spielen und die stehenden Gäste mitsingen.

Oberstleutnant Matthias Prock, der Dirigent des Orchesters des Ulmer Heeresmusikkorps ist, war nach dem Abend zurecht stolz auf seine Musiker und deren grandiose Leistung. Peter Brodmann von der Schlossverwaltung und Bürgermeister Thomas Schärer bedankten sich für den Abend, sinnbildlich ebenfalls mit einem Abba-Lied: „The Winner takes it all – Wir sind alle Gewinner heute Abend“, erklärte Thomas Schärer und ermunterte die Gäste, noch kräftig zu spenden. Der Erlös des Abends geht jeweils zur Hälfte an die Prinz-Lennart-Stiftung und an das Bundeswehrsozialwerk.

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