Verdi bestreikt drei SRH-Krankenhäuser

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 Verdi bestreikt die SRH-Kliniken im Kreis.
Verdi bestreikt die SRH-Kliniken im Kreis. (Foto: Archiv: dpa)
Schwäbische Zeitung

Verdi ruft Beschäftigte in den SRH-Kliniken Sigmaringen zu Warnstreiks auf. Über 30 Betten werden bestreikt.

In der Tarifauseinandersetzung des von Verdi zum 31. Dezember 2018 gekündigten Tarifvertrages mit der SRH-Kliniken GmbH hat Verdi die Beschäftigten in insgesamt zehn der 13 SRH Kliniken in Baden-Württemberg und Thüringen zu Warnstreiks in den nächsten Tagen aufgerufen.

Die Entgelte der SRH Beschäftigten liegen heute, je nach Berufsgruppe, bis zu 400 Euro monatlich unter den Entgelten, die in kommunalen Kliniken nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes gezahlt werden. Insgesamt liegt das Niveau des SRH-Kliniken-Tarifvertrages damit auch noch unter den Tarifverträgen anderer privater Klinikkonzerne.

Verdi fordert daher im Wesentlichen eine Entgeltsteigerung von 5,8 Prozent, mindestens jedoch um 150 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsentgelte sind auf das Niveau des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes anzuheben. Für die Auszubildenden beträgt der Abstand heute etwa 140 Euro monatlich.

Auch in der dritten Verhandlungsrunde am 6. März hat die SRH nach Ansicht von Verdi nur unzureichende Angebote vorgelegt. Danach sollen die Entgelte in diesem und im nächsten Jahr um drei Prozent bei einer Laufzeit der neuen Tabellen von insgesamt 33 Monaten steigen.

Auch die drei SRH-Kliniken Sigmaringen, Pfullendorf und Bad Saulgau sind davon betroffen. Der ganztägige Warnstreik findet für die Häuser Pfullendorf und Bad Saulgau am 10. April statt. Für das größte Haus Sigmaringen findet der Warnstreik am 11. April statt, bei dem dann auch alle Azubis zum Streik aufgerufen sind.

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