Turnschau mit viel Akrobatik und Spaß

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Der Turnerbund Sigmaringen (TB) hat am Sonntagnachmittag in der gut besetzten Sporthalle des Hohenzollern-Gymnasiums seine diesjährige Turnschau präsentiert. Neben einer fast dreistündigen, kurzweiligen Show mit Akrobatik, Tanz und jeder Menge Spaß wurden aber auch Nachwuchssorgen und der Ruf nach einem Hallenbad laut. Außerdem wurden die im vergangenen Jahr erworbenen Sportabzeichen verliehen.

Vereinsvorsitzender Bernhard Starek begrüßte in diesem Jahr mehr Zuschauer als in Jahren zuvor. Die Ränge waren gut gefüllt, in der Halle wuselten die Kinder schon weit vor Beginn der Veranstaltung und nutzten die ausgelegten Matten für Radschlagen oder Purzelbäume. Ein umfangreiches Programm mit insgesamt zehn Auftritten und Ehrungen wartete auf die Besucher.

Den Auftakt bildete eine „Schulklasse“ mit Mathematikunterricht, etwas untypisch für eine Turngala, aber die Mädchen entlockten dem Publikum sogleich die ersten Lacher, als sie – befragt nach ihren Berufswünschen – unter anderem Millionärin und Modedesignerin äußerten oder halt Lehrerin, „wegen der Ferien“. Was sie im Anschluss an Akrobatik zeigten, konnte sich sehen lassen. Die Barbie – welches junge Mädchen kennt sie nicht – und ihr männliches Pendant Ken betanzten stimmungs- und eindrucksvoll die sechs- bis neunjährigen Turnkinder.

Technik zeigt Tücken

Die Behindertensportler mussten zu ihrem Song, dass das Leben eine Blume ist („Life is a flower“), auch die Erfahrung machen, dass die Technik ihre Tücken hat. So warteten sie geduldig auf ihre Musik, die dann sehr leise aus dem Rekorder klang. Sie nahmen es gelassen, umso schöner dann ihr Extraauftritt mit lauter Musik.

Andreas Schmid vom TB nutzte die Gelegenheit, dem Publikum die noch relativ unbekannte Sportart „Inlinegames“ vorzustellen. Hierbei werden auf Inlinern verschiedene Sportarten wie Fußball, Basketball oder Frisbee gespielt. „Viele denken, wenn man mit Inlinern aufs Tor schießt, haut es einen auf die Schnauze, aber dem ist nicht so“, versuchte Schmid, Vorurteile gleich aus dem Weg zu räumen. „Ich spiele schon 15 Jahre Inlinegames und es ist noch nie etwas passiert.“ Auch Stefan Trossen, Handballtrainer beim TB, machte Werbung für seinen Teamsport. Mittlerweile gibt es eine Handball-Kooperation mit dem TSV Sigmaringendorf, aber der Bedarf an Mitspielern ab sechs Jahren ist nach wie vor sehr groß.

Dass der Spaß vor allem bei den kleinen Turnern im Fokus steht, davon zeugten die Auftritte der Matrosen mit ihrem Segelschiff und der Zirkusclowns und wilden Tiere in der Manege. Auch die Küken mit ihrem Hühnerstall und der „Eierrutsche“ sorgten für viel Vergnügen.

Selbst die ganz Kleinen zeigten, kaum, dass sie laufen können, mit Mama oder Papa an der Hand auf Matten und Balken, dass man für Sport weder zu alt noch zu jung ist.

Anspruchsvolle Akrobatik, wunderschön dargeboten von den Geräteturnerinnen, bildete den Schlusspunkt des Programms. Als orange-leuchtende Feuervögel entführten die jungen Damen in die fantastische Welt des Phönix.

In diesem Zusammenhang erhielt eine Dame, die sich besonders für die Turnschau verdient gemacht hat, ein extra großes Dankeschön: Sieglinde Winkhart. Sie zeichnete hauptsächlich für die farbenfrohen und wundervollen Kostüme der Turner verantwortlich.

Über die Verleihung der Sportabzeichen berichten wir in der Ausgabe am Mittwoch.

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