Turnerbund in Sigmaringen verliert Mitglieder

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Freuen sich gemeinsam über die Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft (v.l.): Klaus Schmidt, Josef Baumgärtner (Präsident des Turn
Freuen sich gemeinsam über die Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft (v.l.): Klaus Schmidt, Josef Baumgärtner (Präsident des Turngaus Hohenzollern), Ilsetraud Pascherat, Martina Wentz und Vorsitzender Bernhard Starek. (Foto: Mandy Streich)
Mandy Streich

Ein wenig verspätet hat der Turnerbund Sigmaringen am vergangenen Mittwochabend zu seiner diesjährigen Hauptversammlung in der Brauereigaststätte Zollerhof eingeladen. Neben steigenden Zahlen und sehr vollen Kursen im Bereich Kinderturnen wurde deutlich, dass der Turnerbund auch bei manchen Sportarten mit geringen Mitgliederzahlen zu kämpfen hat – soweit, bis es einzelne Gruppen in Zukunft eventuell nicht mehr geben wird.

Nachdem Bernhard Starek, Vorsitzender des Turnerbundes, zusammen mit Josef Baumgärtner, Präsident des Turngaus Hohenzollern, die anwesenden Gäste begrüßt hatten, wurde auch schon mit dem Vorstellen des Vereins sowie der einzelnen Abteilungen begonnen.

Der Turnerbund ist Sigmaringens ältester Verein und hat sich während der Jahre immer mehr zu einem Mehrspartenverein entwickelt. Das Angebot gilt von Jung bis Alt und vom Breiten- bis zum Spitzensport. Während jedoch Sportarten wie das Kinderturnen, das Turnen, Fitnessgymnastik sowie Basketball oder Volleyball mit stark steigenden Gruppenmitgliedern glänzen, haben andere Sportarten wie der Handball oder Floorball (eine Mischung aus Feld- und Eishockey) mit wenigen Mitgliederzahlen zu kämpfen.

Bei seiner Vorstellung machte Handballtrainer Stefan Trossen deutlich, dass die Handball-Männermannschaft des Turnerbundes nur noch bestehe, weil sie sich mit Stetten am kalten Markt zusammengetan haben. Seit der vergangenen Saison bekamen sie somit zum ersten Mal nach fünf Jahren Training die Chance, Erfahrungen bei Spielen zu sammeln.

Ein Pressewart sollden Vorstand entlasten

Bei den Handball-Minis sei die Zahl jedoch so schlecht, dass eventuell eine Kooperation mit Sigmaringendorf angestrebt wird. Wenn das nicht klappt ist, müsse der Trainingsbetrieb mit großer Wahrscheinlichkeit bis zu den Sommerferien eingestellt werden. Aber auch die nicht weitverbreitete Sportart Floorball müsse wegen der personellen Probleme bis zum Schuljahresende den Trainingsbetrieb einstellen. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde deutlich, dass der Turnerbund neben mehreren freien ehrenamtlichen Stellen vor allem auch einen Öffentlichkeits- und Pressewart für den Verein sucht, damit die Vorsitzenden entlastet werden.

Die Geschäftsführerin und gleichzeitige Kassiererin Vatma Kresbach wurde jedoch einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt. Ebenso stand die Wahl des Material- und Gerätewartes wieder an, dessen Amt ebenfalls einstimmig wieder an Kinderturnleiterin Marianne Ardita vergeben wurde. Josef Baumgärtner freute sich außerdem darüber, dass Sigmaringen in diesem Jahr wieder zur Ausführung weiterer Gauveranstaltungen zur Verfügung steht. „Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Vereine die Gauveranstaltungen derart unterstützen“, sagt er.

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