Trotz Regen: So schön war das zweite Streetlife-Festival in Sigmaringen

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 Wir lassen uns die Laune beim Streetlife-Festival nicht verderben, sagen sich diese Besucher.
Wir lassen uns die Laune beim Streetlife-Festival nicht verderben, sagen sich diese Besucher. (Foto: Fotos: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Das Wetter hat es am Wochenende nicht sonderlich gut mit dem zweiten Streetlife-Festival in Sigmaringen gemeint. Ein kräftiger Gewitterregen hat am Samstag den Festplatz bei der Stadthalle zum Teil so unter Wasser gesetzt, dass die Modenschau der örtlichen Modehäuser abgesagt werden musste.

Bei einem Outdoor-Event ist man leider vor Überraschungen nie sicher

Philipp Geuder, einer der Veranstalter

Doch trotz der Wetterkapriolen strömten zahlreiche Besucher auf das Festivalgelände, die sich dadurch nicht die Laune verderben ließen. Auch die Veranstalter, Tobias Flohr, Philipp Geuder, Neff Beser, Guido Sigl, Matthias Eisele und Sascha Agic von der Gastrogruppe des Handels- und Gewerbevereins, die das dreitägige Event organisiert hatten, sahen das so. „Bei einem Outdoor-Event ist man leider vor Überraschungen nie sicher“, sagte Philipp Geuder.

Dennoch hat ihn die Absage der von ihm mit viel Zeit und Herzblut organisierten Modenschau enttäuscht. „Es sollte ein echter Glanzpunkt am Samstagabend werden.“ Ein ordentlicher Regenguss am Nachmittag hatte den Backstage-Bereich der Modenschau geflutet, „deshalb war es den Models nicht zuzumuten, sich in feuchter Umgebung umzuziehen, noch den Bekleidungshäusern, teure Ware einem möglichen Schaden auszusetzen“, sagte Geuder.

Ein gutes halbes Jahr haben die Veranstalter an der Vorbereitung zu diesem Fest gearbeitet. „Dazu musste noch das normale Alltags- und Tagesgeschäft weitergehen und die Familie sollte auch nicht vergessen werden.“ Wie zur Bestätigung zupfte der kleine Paul an Papa Geuders Ärmel und verlangte nach trockener Kleidung. Er und seine kleine Schwester konnten dem himmlischen Nass durchaus etwas abgewinnen, denn beide nutzten die großen Pfützen, um mit kindlicher Wonne herzhaft hineinzuspringen.

Streetlife Festival 2019
Vom 24.05 bis 26.05 war das Streetlife Festival in Sigmaringen, hier ein paar Eindrücke.

Am Wetter sei nichts zu machen, aber der Freitag als Eröffnungstag sei ein Problem. „Da kommen die Leute von der Arbeit und manch einer hat dann keine Lust mehr, sich nochmal aufzuraffen, um auf ein Fest zu gehen“, sagte Guido Sigl. Aber das Fest auf zwei Tage zu kürzen, sei auch keine Option. „Wegen des großen Aufwands brauchen wir diese drei Tage“, erklärte Tobias Flohr. Unterkriegen lassen wollen sie sich nicht, aber es dürfe auf Dauer kein Verlustgeschäft werden.

Gewaltige Auswahl an Foodtrucks

Für die Besucher hatten andere Dinge Priorität, beispielsweise mit welcher Leckerei der Magen gefüllt werden soll. Rund um den Festplatz begrenzten nämlich eine große Anzahl von Foodtrucks das Areal, jeder einzelne hatte besondere Spezialitäten im Angebot. Vom Schwabenland über den Balkan und Arabien, zurück nach Italien über den großen Teich nach Mexiko und sogar bis nach Indien reichte die Lecker-Schmecker-Palette. „Hier kann man sich rund um die Welt essen“, sagte eine Besucherin begeistert.

Auch für durstige Kehlen gab es Besonderheiten, neben so manchem Glas Wein schmeckte Bierliebhabern das eigens für dieses Festival abgefüllte Bier der hiesigen Brauerei. Sogar eine regionale Limo bereicherte das Getränkeangebot. „Lymo“ heißt sie, die mit Säften und Kräutern aus dem Biosphärengebiet der Schwäbischen Alb hergestellt wird und wirklich lecker schmeckt. Leider gibt es sie noch nicht im Einzelhandel zu kaufen, momentan kann man sie aber im Sigmaringer Eichamt bestellen.

Eine Lesung mit dem Buchautor Max Müller stand für Literaturfreunde auf dem Programm und auf der Bühne wechselten sich Liedermacher Jan Egdmann und die Geschwister Janina und Julian Götz aus Inzigkofen ab. Eine Gaudi für große und kleine Kinder waren unter anderem die Hüpfburgen und weitere luftgefüllte Sportgeräte, die zum ausgiebigen Toben einluden und eine mobile Schlagzeugschule lud zum kräftigen Draufhauen ein. Ein besonderes Männerareal mit Traumautos, Motorrädern und Oldtimern gab es auch. Zwischen PS-starken Jeeps und Mustangs zeigten die Oldtimerfreunde aus Meßkirch ihre schnuckeligen, motorisierten Schätze vergangener Zeiten.

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