Der Fundort der Babyleiche liegt in einem Waldstück. (Foto: sz)
Schwäbische Zeitung

Trotz der umfangreichen und intensiven Nachforschungen der Kriminalpolizei  konnte die Mutter des am 3. September 2018 in einem Waldstück in der Gemarkung Frohnstetten tot aufgefundenen Säuglings bislang nicht ermittelt werden.

Die Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen beim Kriminalkommissariat Sigmaringen hatte dafür die Ermittlungsgruppe "Wald" eingerichtet und unter anderem mit einer Flugblattaktion und einer Anwohnerbefragung in den Gemeinden Frohnstetten und Kaiseringen nach Hinweisen gesucht, die zur Mutter des Kindes, das die Polizei "Joris" nannte, führen könnten.

Toxikologisches Gutachten führt zu neuen Fragen

Zwischenzeitlich liegt aber das Gutachten der toxikologischen Untersuchung vor. Demzufolge dürfte die Mutter des Säuglings während der Schwangerschaft Betäubungsmittel und Medikamente konsumiert haben. Die Kriminalpolizei schließt deshalb nicht aus, dass sich die Frau möglicherweise in der Drogenszene aufhält oder aufgehalten hat. Durch diesen Umstand erhoffen sich die Beamten neue Ermittlungsansätze, die sie auf die Spur der Mutter des Neugeborenen führen. Die Todesumstände des kleinen Joris sind nach wie vor unklar.

Mit Blick auf den möglichen Drogenumgang werden Personen, denen sich die Frau eventuell offenbart hat oder denen die Schwangerschaft aufgefallen ist, gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Sigmaringen unter der Rufnummer 07571/104-0, zu melden.

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