Theodor-Heuss-Realschule ist energetisch die „Vorzeigeschule“

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Der Energiebericht der Stadt zeigt Einsparpotenziale.
Der Energiebericht der Stadt zeigt Einsparpotenziale. (Foto: Ole Spata/dpa)

Die Stadt hat ihre Energiekosten unter die Lupe genommen und Einsparpotenziale benannt. Bernt Aßfalg, erster Beigeordneter und Leiter der Stadtwerke, hat kürzlich dem Kulturausschuss den Umweltbericht der Stadt vorgestellt.

Die Energiekosten der Stadt teilen sich für das Jahr 2016 wie folgt auf: 62 Prozent der Heizkosten entfallen auf Schulen, zehn Prozent auf Kindergärten und das Jugendhaus, jeweils neun Prozent auf Mehrzweckhallen und Verwaltungsgebäude sowie zehn Prozent auf öffentliche Einrichtungen der Stadt.

Was den Stromverbrauch angeht, so liegt das Gros der Kosten mit 47 Prozent bei der Straßenbeleuchtung, 3302 Lampen brennen in der Stadt mit ihren Teilorten. 21 Prozent gehen für Schulen ab, 15 Prozent für öffentliche Einrichtungen, neun Prozent für Mehrzweckhallen, fünf Prozent für Verwaltungsgebäude und drei Prozent für Kindergärten und das Jugendhaus. Was die einzelnen städtischen Einrichtungen anbelangt, so nähert sich die Entwicklung der Heizenergieverbrauchskennwerte bei der Geschwister-Scholl-Schule dem Grenzwert von 140 Kilowattstunden pro Quadratmeter an, der Zielwert liegt deutlich darunter, bei 80. Auch der Stromverbrauch lag 2016 über dem Ziel von etwa 21 Kilowattstunden pro Quadratmeter und auch über dem Grenzwert von zehn. Beim Wasserverbrauch sieht es besser aus: Aufgrund der WC-Sanierung der Schule konnte der Zielwert von 150 Liter pro Quadratmeter unterschritten werden. Die energetische Versorgung des Lehrschwimmbeckens hat 2016 17 638 Euro gekostet, etwa 1100 Euro mehr als im Vorjahr. Seitdem 2009 dort Fenster ausgetauscht worden waren, habe sich der Energiewert im Vergleich zu früher aber halbiert, so Aßfalg.

Wasserverbrauch gering

Was den Energieverbrauch betrifft, ist die Theodor-Heuss-Realschule die „Vorzeigeschule“, sagte Aßfalg. Der Heizenergiewert liege fast auf einem Niveau mit dem angestrebten Zielwert von etwa 78 kWh/ Quadratmeter, der Stromverbrauch liege unter dem Grenzwert von etwa 15 kWh/Quadratmeter. Der Wasserverbrauch der Realschule sei ebenfalls aufgrund einer Sanierung mittlerweile „hervorragend“.

Das Hohenzollern-Gymnasium senkt seinen Heizenergieverbrauch kontinuierlich und befindet sich mittlerweile auf Grenzwertniveau. „Das wird sich nach der Sanierung der Schule noch verbessern“, so Aßfalg. Beim Wasserverbrauch gibt es im Laufe der Jahre „unerklärliche“ Sprünge – der Stromverbrauch sei zu hoch (knapp 20 kWh/Quadratmeter, Ziel: 7). Der neugebaute Kindergarten Gorheimer Allee ist energetisch besser aufgestellt, als der in die Jahre gekommene Kindergarten Josefsberg, wobei sich auch bei letztgenanntem der Energieverbrauch kontinuierlich gesenkt hat. „Strom -und Wasserverbrauch sind hingegen stark nutzungsabhängig“, so Aßfalg.

Energetisch „herrvorragend“ stehe die Stadthalle da: Der Verbrauch liegt sogar unter dem Ziel von 80 KWh/Quadratmeter. Der Stromverbrauch hingegen ist recht hoch – in Relation zu den Veranstaltungen in der Halle. Beim sonst moderaten Wasserverbrauch fällt eine Spitze im Jahr 2013 auf: „Das war wegen der Landesgartenschau“, so Aßfalg.

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