Tenöre zeigen musikalischen Querschnitt

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Mit ihrer Hommage an die musikalisch herausragenden Meisterwerke überzeugen die Tenöre in der Sigmaringer Stadthalle.  Foto: Cäc
Mit ihrer Hommage an die musikalisch herausragenden Meisterwerke überzeugen die Tenöre in der Sigmaringer Stadthalle. (Foto: Cäcilia Kröner)
Cäcilia Krönert

Die schönsten Arien und Canzonen aus Werken von Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi, Johann Strauss und Franz Lehar haben fünf Starsolisten aus Italien und Bulgarien ihr Publikum am Tag nach Neujahr in der Stadthalle Sigmaringen präsentiert. Unter dem Motto „Die Nacht der fünf Tenöre“ traten die exzellenten Tenöre Vincenzo Sanso, Luigi Frattola, Orfeo Zanetti, Daniel Damyanov und Emil Pavlov auf und gaben Opern-Highlights von Tosca über Macbeth, La Traviata bis hin zum Radetzki Marsch zum Besten. Es spielte das Plovdiver Sinfonieorchester unter der musikalischen Leitung von Jung-Dirigent Dimitar Kosev. Besonderer Stargast war Bariton Marc Marshall, Sänger und Sohn von Schlagersänger Tony Marshall.

Aufwärts bestuhlt konnten alle rund 400 Gäste den Konzertabend herausragender musikalischer Meisterwerke unserer Kultur bestens verfolgen. Diese italienische Nacht entführte sein Publikum in das Mutterland der großen Opernkomponisten und in die Heimat von Vincenzo Sanso, Luigi Frattola und Orfeo Zanetti. Als brillante Solointerpreten aus Bulgarien bereicherten Daniel Damyanov und Emil Pavlov das Quintett. „Keine Veranstaltung könnte besser verdeutlichen, dass das Tenorstimmfach höchst unterhaltsam, abwechslungsreich und durchaus sehr unterschiedlich sein kann“, mit diesen Worten begrüßte Sopranistin Andrea Hörkens die Zuhörer.

Mit angenehmer Stimme ergänzte die gebürtige Mönchengladbacherin nicht nur die Tenöre, sondern führte mit höchst informativen, erläuternden Texten durch das Konzertprogramm. „Die Tenöre werden Sie mit unterschiedlichen Timbres und individueller Persönlichkeit und Ausdrucksstärke begeistern“, so moderierte die diplomierte Gesangspädagogin die Sänger an. Präsentiert wurde ein Querschnitt durch die große Welt der Oper. Diese Hommage an die herausragenden musikalischen Meisterwerke beinhaltete unter anderem Kompositionen von Verdi, Puccini, Ruggero Leoncavallo und Ernesto de Curtis. Klassiker wie zum Beispiel „La Donna e mobile“ von Verdi aus der Oper Rigoletto, „Dein ist mein ganzes Herz“ aus der Operette „Das Land des Lächelns von Franz Lehar sowie die „Tritsch - Tratsch Polka von Johann Strauß II oder der „Radetzki Marsch“ von Johann Strauß ließen den Zauber der Musik spüren und bewiesen die Vielfalt des facettenreichen Konzertes.

Als Besonderheit in diesem Jahr kündigte Hörkens den Sänger und Entertainer Marc Marshall an, der mit einer weiteren musikalischen Stilrichtung und mit selbst komponierten Liedern das Publikum begeisterte. Mit seinem selbst komponierten Lied „Glaub an mich“ eröffnete der sympathische Baden-Badener die zweite Hälfte des Konzertes. Den Text dazu schrieb Wolfgang Hofer, der auch viele Texte für Udo Jürgens schrieb und dazu animieren solle, selbstbewusst durch das Leben zu gehen, führte Marshall weiter aus. Es bereitete ihm große Freude und sei zugleich ein Privileg, seine eigenen Stücke in ein Tenorprogramm zu integrieren, fügte er hinzu.

Die schönsten musikalischen Momente aus dem Repertoire von Harry Belafonte, mit dem Marshall befreundet ist, präsentierte der 56-Jährige in einem Medley. Dabei integrierte der Sänger auch das Publikum, welches die eingängigen Melodien von „Islands in the sun“ oder dem „Banana Boat Song“ mitsang. Bei einigen Liedern begleitete sich der Entertainer selbst auf seiner Gitarre. Gemeinsam mit Andrea Hörkens sang Marshall einige Lieder, unter anderen „Lippen schweigen“ von Franz Lehar. Das „Vilja Lied“ aus der „Lustigen Witwe“ intonierte Hörkens mit einer schönen Sopran-Stimme. Rund zwei Stunden lang unterhielten die Melodien das Publikum aufs Feinste. Die Akteure wurden meisterlich von den Plovdiver Symphonikern unter der musikalischen Leitung des jungen Dirigenten Dimitar Kosev begleitet. Mit seinen 27 Jahren hat sich der Bulgarier bereits als junger Dirigent einen Namen gemacht und Opern wie die „Zauberflöte“ oder „Nabucco“ dirigiert.

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