Teilnehmer bescheren neuen Rekord

Lesedauer: 10 Min
Peggy Meyer

Der Lauftreff Sigmaringen hat zu seinem 35. Silvesterlauf einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen können: 1243 Läufer hatten für den letzten sportlichen Höhepunkt des Jahres in der Region gemeldet, 1194 beendeten eine der beiden Strecken, den Hauptlauf über zehn oder den Sparkassenlauf über fünf Kilometer entlang der Donau. Die Sieger heißen im Hauptlauf Dominic Müller (LC Schaffhausen/LG farbtex Nordschwarzwald; M: 1.), der in 32:24 Minuten und Lena Berlinger (Mengens Triathleten) als schnellste Frau in 37:26 Minuten. Die Siege im Sparkassenlauf gingen an Fabian Löffler (TSG Ehingen) in 16:34 Minuten und an Leah Hanle (TSV Holzelfingen) in 17:18 Minuten.

1243 Starter insgesamt - der Silvesterlauf in Sigmaringen ist ein ständig wachsendes Event, das auch den Verein personell und logistisch herausfordert. „Es hat alles gut geklappt, alle Läufer haben das Ziel erreicht. Wir hatten 41 Helfer vom Lauftreff im Einsatz und ohne unsere Sponsoren wäre es finanziell nicht machbar“, zog der Vorsitzende Winfried Walk des Lauftreffs ein Fazit.

Durchhalten und Spaß als Ziel

Schon weit vor den Starts herrschte buntes Treiben im kühlen Wintergrau. Fast einem Volksfest ähnelnd, schallte Musik über das mächtige Areal der Stadthalle, wo sich Autos an Autos reihten und Absperrbänder die Laufstrecke markierten. Während einige Sportler noch ihre Startnummer abholten, bereiteten sich andere, warm eingepackt oder in eher frühlingshaften Outfits, mit Kurzsprints und Dehnübungen auf ihren Lauf vor. Die elfjährigen Tim und Johannes standen entspannt mit ihrem Team Pulsraum aus Langenenslingen im Foyer der Stadthalle und lutschten Traubenzucker, um sich zu „pushen“. „Ich bin das vierte Mal dabei und will versuchen, meine Bestzeit zu unterbieten“, gab sich Tim ehrgeizig, während sich Johannes bescheidener äußerte. „Ich laufe das erste Mal mit und habe wenig trainiert. Ich will einfach nur durchhalten.“

Durchhalten war für viele der zahlreichen Hobbyläufer das Wichtigste. Nicht die Zeit, sondern das Austesten der eigenen Grenzen und natürlich die Gaudi standen im Fokus. Sprüche wie „Keine Gnade für die Wade“ oder „Heul nicht, lauf“, unterstrichen den Spaßfaktor und waren Motivation zugleich. Viele Kinder liefen verschwitzt aber glücklich mit ihren Vereinsfreunden oder ihrer Familie ins Ziel. „Es macht doppelt Spaß, wenn die Kinder mitlaufen. Mein Sohn hat eine super Zeit geschafft, ich bin total stolz auf ihn“, zeigten sich Petra und ihr neunjähriger Niklas total glücklich. Beide liefen die Fünf-Kilometer Distanz für den FC Laiz, der die teilnehmerstärkste Gruppe stellte und sein Ziel, zum 100-jährigen Vereinsjubiläum mit 100 Läufern anzutreten, klar übertraf. „Gestern konnte ich 140 Teilnehmer melden, wir hatten zwar kurzfristig noch Ausfälle wegen Krankheit, aber die wurden durch Nachrücker besetzt“, sagte Sieglinde Kanal vom FC Laiz. Sie selbst stand, natürlich in den Vereinsfarben Grün und Weiß, mit passendem Shirt, Brille und Tasche ausgestattet, am Wegesrand und feuerte mit Freunden und Ortsvorsteher Wolfgang Querner lautstark ihr Team mit an.

Markus Heffner aus Stuttgart hatte sich in diesem Jahr für die kürzere Strecke entschieden, nachdem er im letzten Jahr die zehn Kilometer absolviert hatte. „Dieses Jahr konnte ich nicht viel trainieren, man wird im Alter verletzungsanfälliger und dann mach ich halt das, was geht“, sagte er. Erstmals dabei war seine Schwester Karin Schulze. „Sie hat jetzt Blut geleckt und wird auf alle Fälle nächstes Jahr wieder dabei sein“, scherzte Heffner lachend. Sehr lobend äußerte er sich über die super Organisation der Veranstaltung.

Alle 1194 Läufer wurden beim Zieleinlauf dank Transponder und technischem Fortschritt namentlich und mit Vereinszugehörigkeit von Moderatorin Sabrina Urban, die sich selbstironisch einfach nur als „große Klappe“ bezeichnete, begrüßt. Und viele Emotionen und so manche Freudentränen liefen mit über die Ziellinie.

„Ich wollte die zehn Kilometer schaffen und das, bevor die Zeitmessung abgebaut wird“, sagte Irmgard Wetzel, lachte und war stolz, mit ihrem Team Lauftreff Bad Saulgau das Ziel erreicht zu haben.

Bei der abschließenden Siegerehrung wurden neben den Einzelwertungen auch die ältesten Starter geehrt. Der 83-jährige Dieter Noack aus Albstadt nahm ebenso die Glückwünsche entgegen wie Gudrun Kurtz vom IGL Reutlingen, die mit ihren 70 Jahren kurz zuvor noch die zehn Kilometer absolviert hatte.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen